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Noch leere Fläche: Dort, wo das Seniorenwohnheim entstehen soll, ist bislang nichts passiert. 

Projekt kommt nicht zum Abschluss

Seniorenwohnheim Unterammergau: Investor verkauft Grundstück

Alles anders am Lachenbach: Weder geht es beim kommunalen Wohnungsbau voran, noch gibt es  Kontinuität beim Vorhaben für ein Seniorenwohnheim.

Unterammergau – Geduld war notwendig. Und das schon seit Jahren. Immer und immer wieder wurde die Gemeinde Unterammergau mit ihren Plänen für ein Seniorenwohnheim vertröstet. Jetzt kommen Neuigkeiten ans Licht. Und zwar gleich in Form eines Paukenschlags: Der Schweizer Investor Werner Rixen hat nämlich seinen Grund am Lachenbach verkauft. „Nun gibt es einen neuen Investor“, erklärt Bürgermeister Michael Gansler (FDU). Und wohl auch schon einen neuen Betreiber. „Alles anders“ heißt es zudem beim Vorhaben der Gemeinde, in direkter Nachbarschaft zum Standort für das Seniorenwohnheim ein Mehrfamilienhaus im Rahmen des kommunalen Wohnungsbaus zu errichten.

Das Lachenbach-Areal beschäftigt derzeit die Verwaltung und den Gemeinderat. Letzterer hatte Rixen bei seiner Suche nach einem Heim-Betreiber eine letzte Frist bis zum 31. Dezember gesetzt. Diese gelte Gansler zufolge nun auch für den neuen Investor. Der stamme aus Bayern und habe sich bereits in kleiner Runde im Rathaus vorgestellt. Mehr könne er im Moment nicht sagen, betont der Bürgermeister.

Ein potenzieller Betreiber soll schon bereit stehen

Derzeit werden die Verträge eingehend überprüft. Stimmt alles, könnte der Gemeinderat dem Verkauf des Grundes, der ursprünglich der Kommune gehört hatte, grünes Licht geben. Passiert das, muss wegen der ablaufenden Frist alles sehr schnell gehen. Noch vor Jahresende wäre dann eine Sondersitzung einzuberufen, in der der neue Investor den künftigen Betreiber für das Seniorenwohnheim vorstellt. „Im Dezember soll alles unter Dach und Fach sein“, unterstreicht Gansler. Andernfalls würde die Gemeinde die Flächen wohl wieder zurückkaufen müssen.

Ihm zufolge gebe es aber auch die Option, dass der Gemeinderat die Frist für den Geldgeber ein letztes Mal verlängert. Nicht wie bei Rixen mehrfach um sechs Monate, sondern nur einmal noch um zwei Monate. „Wenn man schon am Ende der Straße ist, könnte man überlegen, über seinen Schatten zu springen“, gibt sich Gansler optimistisch, dass diesmal alles gut ausgeht.

Eigentlich sollte mit dem Bau des Seniorenwohnheims, in dem 14 Einheiten für betreutes Wohnen und 91 Zimmer auf zwei Stockwerken vorgesehen sind, schon im Frühjahr 2016 begonnen werden. Dieses Datum wurde aber, wie berichtet, immer wieder nach hinten verschoben. Mit einigen Betreibern habe Rixen verhandelt, erklärt Gansler. Zuletzt sei eine Zusammenarbeit , am geforderten Mietpreis gescheitert. Ob die aktuellen Verhandlungen diesmal erfolgreicher sind, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Parallel dazu bereitet der kommunale Wohnungsbau am Lachenbach den Verantwortlichen Kopfschmerzen. Grund dafür ist der schwammige Grund, auf dem die Gemeinde an der Breitenau 15 das Haus bauen wollte. Im vergangenen Sommer waren weitere Bohrungen notwendig. Das Ergebnis: unerfreulich für die Gemeinde. Denn tragfähigen Boden gibt es erst ab einer Tiefe von 25 Metern. Deshalb war ein Entschluss notwendig. „Das, was wir bislang geplant haben, wird nicht ausgeführt“, erklärt Gansler. Stattdessen soll das Haus in gleicher Größe und gleicher Ausführung weiter östlich entstehen. Der alte Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern wurde zurückgezogen. Ein neuer wird nun eingereicht.

Weil auch am besseren Standort der Bau mit Pfählen abgesichert werden muss, steigen die bisherigen geschätzten Baukosten von 1,65 Millionen Euro um 200 000 Euro. Gibt es einen positiven Förderbescheid – bislang stand fast eine halbe Million Euro im Raum – sollen die Arbeiten im kommenden Frühjahr beginnen. Ob es dann auch eine Baustelle für das Seniorenwohnheim am Lachenbach gibt, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

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