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Fast vier Jahre ist es her, dass Bürgermeister Michael Gansler die aktuellen Pläne für das Baugebiet am Lachenbach präsentiert hat. 

Wichtiger Notar-Termin steht

Seniorenwohnheim Unterammergau: Woche der Entscheidung

Hopp oder top, alles oder nichts: Auf die Frage, ob Unterammergau zeitnah ein Seniorenwohnheim bekommt, gibt es in dieser Woche eine Antwort. Es steht der Notar-Termin an, bei dem die drei Partner ihre Unterschriften unter die Verträge setzen wollen.

Unterammergau – Eigentlich ist die Frist bereits abgelaufen: Bis Ende Dezember sollte die Entscheidung beim geplanten Seniorenwohnheim in Unterammergau gefallen sein. Ist sie aber nicht. Trotzdem möchte Bürgermeister Michael Gansler (FDU) dem Gemeinderat bei seiner Sitzung am kommenden Donnerstag Fakten präsentieren. Im Idealfall den Abschluss der Verhandlungen und trockene Tinte bei den Vertragsunterschriften. Zuvor findet der lang ersehnte Termin beim Notar statt. Der entscheidende Tag in einem Prozess, der vor mehr als zwei Jahrzehnten seinen Anfang genommen hat.

Jubeln will Gansler dennoch nicht. Noch nicht. „Ich warte, bis alle unterschrieben haben“, stellt der Rathaus-Chef klar. Zu viel ist bislang bei diesem Thema passiert. Es gab zu viele Auf und Abs. Schon so manches Mal wähnte sich die Gemeinde am Ziel, ein Altersheim im Dorf zu bekommen. Neue Arbeitsplätze inklusive. Diesmal sind es, wie berichtet, drei Vertragspartner, die sich bei dem Notartermin einig sein müssen. Die Gemeinde, die den Grund am Lachenbach abgibt. Der neue Investor, der die Fläche vergangenes Jahr vom bisherigen Schweizer Geldgeber Werner Rixen abgekauft hat. Und der künftige Betreiber des Hauses für Senioren, in dem auch ein Bereich für betreutes Wohnen integriert sein soll.

Bis Ende 2018 hatte Rixen Zeit, alles unter Dach und Fach zu bringen. Eine Frist, die der Gemeinderat schon mehrfach verlängert hatte. Und die auf den neuen Investor übergegangen ist. Er sollte die Vertragsinhalte, die die Gemeinde mit Rixen ausgearbeitet hatte, eins zu eins übernehmen, erklärte Gansler die Bedingungen. An diesem Grundsatz hielten er und der Gemeinderat stets fest.

Ob man sich mit den neuen Partnern einig werden kann, war die spannende Frage zum Jahresende. Eine, deren Antwort Gansler zufolge nun tatsächlich „Ja“ heißen kann. In der Weihnachtszeit und zwischen den Jahren sei es schwierig gewesen, alle Parteien an den Notartisch zu bringen. Terminprobleme sollen dann Anfang Januar der Grund dafür gewesen sein, dass bislang noch nicht unterschrieben wurde.

Gültig wird der Kontrakt erst, wenn auch der Gemeinderat sein Einverständnis gibt. Dies könnte im nicht-öffentlichen Sitzungsteil am Donnerstag, 24. Januar, der Fall sein. Dann wird Gansler die Lokalpolitiker über den entscheidenden Termin informieren.

So nah am Ziel war Unterammergau in den vergangenen Jahrzehnten noch nie. Hopp oder top: Denn eine erneute Fristverlängerung für den Investor – etwa für einige wenige Monate – hatte der Gemeinderat abgelehnt.

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