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Streitpunkt zwischen Gemeinde und Anwohnern – der geplante Ausbau der Oberen Dorfstraße in Unterammergau. 

Umstrittener Straßenausbau der Oberen Dorfstraße

In Unterammergau formiert sich Widerstand

Noch steht das Vorhaben der Gemeinde Unterammergau, die Obere Dorfstraße auszubauen, ganz am Anfang. Der Ärger der Anwohner ist aber bereits groß. Unterschriften wurden gesammelt, außerdem formiert sich eine Initiative.

Unterammergau – Schon bei der Bürgerversammlung im vergangenen Oktober standen sie in der Diskussion: die Pläne der Gemeinde Unterammergau, die Obere Dorfstraße auszubauen. Tenor damals: Warum ist ein solches Vorhaben überhaupt notwendig? Die Kommune hält daran fest, auch wenn sich immer mehr Widerstand formiert: „Wir haben die Planungshoheit“, unterstreicht Bürgermeister Michael Gansler (FDU) auf Anfrage. Aber wohl auch jede Menge Ärger.

Denn: Abgegeben wurde im Rathaus bereits eine Unterschriftenliste. Darauf haben 32 Anwohner mit ihrem Namen der Forderung Nachdruck verliehen, nichts zu überstürzen. Bevor der Gemeinderat weitere Beschlüsse fasst, sollen die (betroffenen) Dorfbewohner einbezogen werden. Ein solcher Infoabend war ursprünglich für Ende des Jahres in Betracht gezogen worden. Wie Gansler erklärte, findet die Veranstaltung nun im September statt.

Anwohner müssen für Arbeiten Teile ihrer Grundstücke hergeben

Dass es Gesprächsbedarf gibt, zeigt auch das Schreiben von Dr. Agnes Maria Bitterlich, welches an ihre Nachbarn gegangen ist. Darin kritisiert die Unterammergauerin, dass die Straße verbreitert und begradigt werden soll. Ihre Befürchtung ist, dass es dadurch unweigerlich zu einer Umleitung der Verkehrsströme kommt und Autofahrern die Möglichkeit haben, deutlich schneller zu fahren. „Ich halte deswegen die Gründung einer Bürgerinitiative für angezeigt, um der Gemeinde in aller Deutlichkeit klar zu machen, dass wir uns geschlossen gegen eine angestrebte, zuschussbedingte Verbreiterung wehren.“ Nach den Sommerferien, also Mitte September, will Bitterlich ihre Nachbarn für ein Treffen zusammentrommeln.

Zu besprechen gibt es dann einiges. Zum Beispiel, dass die Anwohner für die Arbeiten an der Straße Teile ihre Grundstücke hergeben müssten. Dagegen regt sich Bitterlich zufolge Widerstand. Im schlimmsten Fall drohen Enteignungen. Wie viel Geld den Anwohnern pro Quadratmeter für den Grund angeboten wird, steht Gansler zufolge noch nicht fest. „Das Gutachten liegt noch nicht vor.“ Ohnehin sei bei dem ganzen Projekt „noch nichts spruchreif“. Vor allem gibt es noch keine Zahlen, wie hoch die Belastung sein wird, die auf die Anwohner zukommt.

Nichtsdestotrotz soll es den Infoabend geben. Dabei wird es sicher auch um Gründe gehen, warum die Arbeiten geplant sind: Als größtes Problem wurde bislang die fehlende Oberflächen-Entwässerung genannt. Außerdem ist der Teer in der Oberen Dorfstraße brüchig.

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