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Besonderes Projekt im besonderen Stil: Zu den drei Gebäuden gehören das Restaurant „Hieronymus“ (rechts) und das Boutique-Hotel Lartor (links). 

Auf einen Tag kommt’s nicht an

Der Countdown läuft: Anvisierter Eröffnungstermin für Millionen-Projekt fast eingehalten

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Aus einer Vision wird Realität: Christian Zotts Millionen-Projekt mit Hotel, Kunsthalle und Restaurant in Unterammergau befindet sich im Endspurt. Nach nur 19 Monaten Bauzeit steht bald ein Tag der offenen Tür bevor.

Unterammergau – Illusionär schien der Eröffnungstermin. Das Areal am Weiherfeld in Unterammergau war Mitte Juni noch Baustelle pur. Trotzdem sollte der 19. Oktober der große Tag werden, an dem das neue Hotel, Restaurant und Innovationszentrum von Christian Zott seine Türen aufsperrt. Ein ehrgeiziger Plan. Jetzt steht fest: Der Termin kann tatsächlich gehalten werden. Zumindest fast. Nur einen Tag später, am 20. Oktober, wird der Komplex mit drei Gebäuden bei einem Tag der offenen Tür erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Eine Vision wird Wirklichkeit“, sagt der Unternehmer, der in der Ammertaler Gemeinde geboren und aufgewachsen ist. Die Fläche am Rande des Pulvermooses, einem Naturschutzgebiet, hatte der erfolgreiche Software-Entwickler bereits im Jahr 2000 gekauft. Dann passierte lange nichts, ehe 2018 die ersten Baumaschinen anrollten. Der Sturm nach der Ruhe. Ab diesem Zeitpunkt machte das Millionen-Vorhaben – Zott verrät die genaue Investitionssumme nicht – in hohem Tempo Fortschritte. Spatenstich im März 2018, Eröffnung nach nur 19 Monaten Bauzeit. Und das bei einem der größten Projekte im Landkreis.

Begehbarer Weinschrank und Sports-Bar 

Auf dem insgesamt 7000 Quadratmeter großen Gelände werden regionale Einflüsse mit internationalem Flair verschmolzen. Die Schweizer Architekten Wild Bär Heule erinnern mit ihrer Gestaltung der drei Gebäude an das Aussehen typischer Bauernhäuser aus dem Ammertal, kombiniert mit großen, modernen, lichtdurchfluteten Glasflächen.

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Das Restaurant „Hieronymus“ soll mit 120 Sitzplätzen, einer Terrasse und einem Wirtsgarten zum unkonventionellen Treffpunkt von Feinschmeckern, Weinkennern, Ausflüglern, Radfahrern und Familien gleichermaßen werden. Das kreative und vielseitige Konzept macht es zu einer besonderen Lokalität für Veranstaltungen aller Art. Im Gastraum werden am zentralen offenen Grill und in der Showküche traditionelle bayerische Schmankerl mit Pfiff genauso zubereitet wie Gerichte aus den kulinarischen Zentren. In einer Sports-Bar können die Gäste dazu nebenbei jederzeit die spannendsten Events rund um den Globus live verfolgen. Über dem Gastraum schwebt ein begehbarer Weinschrank mit den besten Tropfen aus der ganzen Welt. Für Gourmet-Qualität bürgen die beiden Küchenchefs. Lorenz Maria Grießer kochte an der Seite von Starkoch Johann Lafer und bei Hans Haas im berühmten Tantris in München, zuletzt war er in Zotts Restaurant „True Alps“ in Singapur tätig. Thomas Schachtner, der sein Handwerk bei Karl Ederer erlernt hat, führte nicht nur das Restaurant „adel 12“ in München erfolgreich, sondern auch das „AmmerWinkl“ in Pähl am Ammersee – gemeinsam mit seiner Ehefrau Anja Schachtner.

Für Einheimische und Gäste aus der ganzen Welt

Sie leitet das Motel Lartor, das erste Boutique-Hotel in den Ammergauer Alpen. Es soll zu einem Ort „sinnlichen und kreativen Erlebens“ werden, wie Zott erklärt. Jedes der zwölf exklusiven Zimmer ist mit Kunstwerken individuell gestaltet und fantastischen Orten wie dem Olymp, Atlantis oder Eldorado gewidmet. Gläserne Rundduschen sind mitten im Raum platziert, dazu gibt es Naturholzmöbel und einen traumhaften Blick ins Ammertal.

Im dritten Gebäude, dem mSE-Campus, gehen neue Ideen und Kunst Hand in Hand. Im Erdgeschoss finden sich Büro- und Tagungsräume. Inspiration verspricht die öffentlich zugängliche Kunsthalle im Obergeschoss, in der spannende Ausstellungen der internationalen Kunstplattform „ZOTT Artspace“ zu sehen sein werden. Der erste Höhepunkt: „KAIROS. Der richtige Moment“ mit Gemälden von Wolfgang Beltracchi und Fotografien von Mauro Fiorese. Die Ausstellung war bereits in Venedig und Hamburg ein Publikumserfolg mit mehr als 30 000 Besuchern und ist aktuell in Wien zu Gast. Am 10. November kommt sie nach Unterammergau.

Zott ist sicher, dass das moderne Konzept aufgeht. „Wir verbinden Regionalität mit Weltoffenheit und schaffen einen Ort für Kunst, Genuss und Innovation.“ An diesem idyllischen Platz im Osten des Dorfes „wollen wir alle Menschen aus dem Ammertal und seine Gäste aus der ganzen Welt einladen“.

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