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Noch Baustelle: Der alte Kindergarten in Unterammergau wird um einen neuen, zweigeschossigen Bereich erweitert.

Wegen Schließung wurden Maßnahmen vorgezogen

Arbeiten am Kindergarten Unterammergau laufen - sie sollen bis spätestens Juli beendet sein

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Ein komplett neuer Bau entsteht am Bestandsgebäude des Unterammergauer Kindergartens. Einziehen wird die Krippe und Hausaufgabenbetreuung. Doch auch im Altbau mussten die Handwerker aktiv werden.

Unterammergau– Die Bohrmaschine dröhnt aus einem Zimmer. Handwerker schwirren durch die Räume. Sie nutzen die Zeit, die ihnen durch die Corona-bedingte Schließung des Unterammergauer Kindergartens gegeben wurde. Sie können Schritte vorziehen, die für später geplant waren. Zum Beispiel, im Altbau den Raum für die Mittagsbetreuung zu schaffen. „Das hätte man sonst teilweise in den Pfingstferien machen müssen“, sagt Bürgermeister Michael Gansler.

Gemeinsam mit seinem Nachfolger Robert Stumpfecker besichtigt er die Baustelle. Schon einiges ist passiert, seit dem Start im vergangenen Jahr. Auch im Bestandsgebäude. Neben dem größeren Zimmer für die Mittagsbetreuung, in der einmal bis zu 30 Buben und Mädchen versorgt werden, wurde der Brandschutz ertüchtigt. Gezwungenermaßen. Mängel taten sich auf. Den aktuellen Standards geschuldet. Jetzt sind die neuen Rauchabzugsfenster und neuen Decke bereits installiert. Notwendig, aber teuer. „Wir haben mit gut 80 000 Euro gerechnet“, sagt Gansler. „Jetzt sind wir mit Elektrik bei 120 000 Euro.“

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Im erweiterten, etwa 100 Quadratmeter großen und zweigeschossigen Bereich zieht in der unteren Etage die Krippe ein. Samt ebenerdigem Extra-Eingang. Personal-WC, Schlafraum und das Sanitär-Zimmer, in das Mini-Toiletten für die Kleinsten noch eingebaut werden müssen, entstehen gerade. Das Mobiliar fehlt noch – wie in allen Räumen. Derzeit kümmern sich die Handwerker etwa um die Wandverkleidung.

Steigende Kinderzahlen gut für Fortbestand der Grundschule

Absprache vor Ort: (v.l.) Unterammergaus künftiger Bürgermeister Robert Stumpfecker, Architektin Daniela Höldrich und Noch-Rathauschef Michael Gansler.

Bislang wurden sechs Kinder provisorisch betreut. „Das hat hingehauen“, betont Gansler. „Aber es werden mehr.“ Künftig bietet der Kindergarten 15 Krippenplätze an. Sicher, die Entwicklung macht die Investition erst nötig, doch der Rathauschef begrüßt die steigende Zahl. „Ich bin froh, so ist die Grundschule gesichert.“

Eine Ebene weiter oben kommt die Hausaufgabenbetreuung unter. Samt Büros und Toiletten. Die Schüler können entweder den Krippen-Eingang oder den Weg über die Hauptpforte wählen, um über die Treppe dorthin zu gelangen. Momentan sind 17 bis 18 Buben und Mädchen für das Angebot gemeldet. Aber auch hier ist sich Gansler sicher: „Das werden eher mehr.“ 22 Plätze stehen zur Verfügung.

In den diesjährigen Haushalt hat der Gemeinderat eine Summe von 806 000 Euro eingestellt – für Alt- und Neubau. Plus 35 000 Euro für Mobiliar. Gut investiertes Geld, zumal Zuschüsse fließen. Zum Beispiel aus dem Topf für den Ausbau von Kindertagesstätten.

Wie es mit den Arbeiten weitergeht, muss man abwarten. „Das ist abhängig von Söders Entscheidungen“, verdeutlicht der Bürgermeister. Davon, wann der bayerische Ministerpräsident die Öffnung der Kindergärten wieder erlaubt. Einen Termin behalten Gansler, Stumpfecker und Architektin Daniela Höldrich aber fest im Blick: Der Bau soll bis Juni oder Juli komplett fertig sein.

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