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Rad- und Fußweg entlang der B23 in Unterammergau geplant: Vier Alleebäume müssen dafür verschwinden

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Von: Alexander Kraus

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Eine Straße mit Bäumen.
Müssen weichen: die vier Bäume nahe des Ortsausgangs. © Dominik Bartl

Einstimmig fiel das Votum: Für den neuen Rad- und Fußweg in Unterammergau werden vier ortsprägende Bäume gefällt. Laut Staatlichem Bauamt Weilheim geht‘s nicht anders.

Unterammergau – Sie sind ortsprägend und alt. Aber die vier Alleebäume durchkreuzen die Pläne der Gemeinde Unterammergau. Die möchte entlang der Bundesstraße 23 einen Rad- und Fußweg bauen. Deshalb haben die Ortspolitiker nun das Schicksal der Bäume besiegelt. Sie fassten einstimmig den Beschluss, dass die Exemplare entfernt werden sollen.

Um den sicheren Zugang zu den Fußballplätzen des WSV etwa sorgte sich Anton Speer junior (FUZ). Der Rad- und Fußweg sei schon längst fällig gewesen, unterstrich er. „Die Kinder sollen ohne Probleme da zum Sportgelände hinkommen.“ Ein klares Plädoyer dafür, das Vorhaben umzusetzen. Auch Michael Spicker (FUZ), der die Alleebäume seit seiner Kindheit kennt, sprach sich für deren Fällung aus. Er mahnte aber an, dass die Gemeinde dafür einen Ausgleich zu schaffen habe – und zwar in Form einer Ersatzpflanzung. Gleiches ließ Vize-Bürgermeister Michael Buchwieser (FWG) verlauten. „Die Bäume sind schon ortsprägend. Aber wir müssen dafür woanders welche pflanzen.“

Auch Straßenlaternen müssen versetzt werden

In erster Linie geht es der Gemeinde darum, mit der Errichtung des neuen Weges den bestehenden Fußweg an der Rottenbucher Straße zu entlasten. „Die Fällung der Bäume hat Konfliktpotenzial“, fürchtete Rathauschef Robert Stumpfecker (FUZ). Zwar liege die grundsätzliche Zustimmung des Staatlichen Bauamts Weilheim vor, doch seien weitere Gespräche mit der Behörde notwendig. Große Probleme bereitet an dieser Stelle der Wurzelwuchs. So seien dadurch bereits Schäden am Gehwegbelag und am Straßenkörper entstanden, berichtete der Bürgermeister. „Die Entfernung der alten Bäume dient auch der Verkehrssicherheit“, verdeutlichte er.

Die Weilheimer Behörde hatte zwei Lösungsvorschläge präsentiert. „Bei beiden Varianten müssen die Alleebäume entfernt werden“, stellte Stumpfecker klar. Bei der ersten Option wäre es erforderlich, einen fremden Grund mit einer Größe von etwa 20 Quadratmetern in Anspruch zu nehmen. Wenn das klappt, kann die Strecke auf einer Breite von 2,50 bis 2,80 Meter als gemeinsamer Rad- und Fußweg ausgebaut werden. Möglichkeit Nummer zwei kommt dann zum Zuge, wenn das Grundstück nicht zur Verfügung steht. Der Nachteil dieser Alternative: „Dabei entstünde genau gegenüber der Einmündung Hofstadelstraße eine Engstelle mit circa 1,80 Meter Breite“, erklärte Stumpfecker.

Der Rathauschef hielt nochmals fest: „Die vier Bäume werden gestrichen an diesem Punkt.“ Der Bodenaustausch, die Ersatzpflanzungen – das sei schon ein Aufwand. Darüber hinaus müssen an der Stelle die Straßenlaternen nach hinten versetzt werden.

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