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Der Lindenhof: Der Betreiber will in absehbarer Zeit mit dem Heim nach Schlehdorf umziehen.

Altenpflege in Grafenaschau 

Lindenhof-Areal: Schwaigen plant Veränderungssperre

Die Gemeinde Schwaigen wird in puncto Lindenhof aktiv. Sie will für das Areal in Grafenaschau, wo aktuell ein Seniorenheim betrieben wird, einen Bebauungs- und Grünordnungsplan erstellen. Außerdem steht der Erlass einer Veränderungssperre auf der Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag, 20. Februar, um 19.30 Uhr.

Grafenaschau – Die Hilfe im Alter gGmbH der Inneren Mission, die das Haus betreibt, wird die Einrichtung, wie berichtet, in absehbarer Zeit schließen respektive nach Schlehdorf umziehen. Rund 40 demente Schützlinge werden im Lindenhof betreut.

Bürgermeister Hubert Mangold (parteilos) hat mehrfach betont, dass der Erhalt der Arbeitsplätze für die Gemeinde Priorität hat. Eine Nutzungsänderung will sie nicht. Es sollte also eine Art Seniorenheim bleiben, wenn es nach der Kommune geht. Mangold weist darauf hin, dass die Gemeinde die Planungshoheit hat.

Freilich: Am Gebäude nagt der Zahn der Zeit. Eine Sanierung wäre vonnöten. „In diesem Haus kann man kein Altenheim mehr betreiben“, betont der Bürgermeister. Im Sommer will er mit seinen Gemeinderäten in Klausur gehen, um zu klären, wie sich das Areal weiter entwickeln soll. Die geplante Veränderungssperre betrachtet Mangold nicht als „Verhinderung“ von irgendetwas. „Für uns ist das der Startschuss.“ Die Gemeinde wolle eine „gemeinsame Lösung“ mit der Inneren Mission. „Die Verhandlungen laufen allerdings schleppend.“

Bedarf für Altenpflegeplätze sei in der Murnauer Region jedenfalls vorhanden, ist der Rathauschef überzeugt. Ein Baugebiet kann er sich auf dem Lindenhof-Areal nicht vorstellen. Ein reines Wohngebiet wäre dort nach seiner Einschätzung auch gar nicht möglich. Ist es für Mangold denkbar, dass die Gemeinde die Immobilie kauft? „Wenn, dann nur mit einem Investor.“ 

Roland Lory 

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