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Mit voller Kraft: Matthais Klotz und Josef Schandl (r.) ziehen, was das Zeug hält. Schiedsrichter Hans Klotz wirft dabei ein wachsames Auge auf die Kontrahenten. Den Zweikampf verfolgt Josef Fichtl (hinten l.).

Nach zweijähriger Wettkampf-Pause

Vollblut-Fingerhakler Schandl meldet sich zurück

Mittenwald - Comeback bei der Vereinsmeisterschaft: Josef Schandl gewinnt das Finale im Schwergewicht - und knüpft an frühere Erfolge an. 

Ziehen, ziehen, ziehen – ein Fingerhakler muss nicht nur stark sein, er muss auch Schmerz aushalten können. Bei der Mittenwalder Vereinsmeisterschaft in der Brauerei-Gaststätte Postkeller wurde wieder gezerrt und gezogen, was der Finger aushält.

Und einer hat’s dabei immer noch drauf: Josef Schandl. Der Stuck’n-Seppi meldete sich nach gut zweijähriger Wettkampf-Pause mit Bravour am Fingerhakler-Tisch zurück. Dort bot er regelrechte Glanzleistungen. Dass er nichts verlernt hat, zeigte er vor dem Starkbier-Anstich im Postkeller bei der Vereinsmeisterschaft der Mittenwalder Fingerhakler.

Im Schwergewicht-Finale saßen sich er und Fingerhakler-Vorstand Peter Frank gegenüber. Die Finger mit Magnesium eingerieben und den Lederriemen fest in der Hand, gab Schiedsrichter und Hakler-Ehrenvorstand Hans Klotz (Basch) das Zeichen zum Zug. Beide Kontrahenten waren mit voller Kraft dabei. Der „Stucki“ lehnte sich mit dem Rücken nach hinten, drückte das rechte Bein gegen den Tisch vor sich. Nach wenigen Sekunden war der Kampf entschieden: Josef Schandl gewann den Titel im Schwergewicht.

Damit knüpft der Mittenwalder an seine Erfolge von früher an. Vor etwa zwei Jahren hakelte er vorerst zum letzten Mal. Gesundheitsbedingt musste er eine Pause einlegen. „Jetzt will ich wieder angreifen“, hatte der Stuck’n-Seppi bereits während der Jahresversammlung erfreut verkündet.

Mit seinem Sieg hat er sein Comeback schon einmal in sehr vielversprechende Bahnen gelenkt. Josef Schandl war gemeinsam mit Michael Post das Aushängeschild für den Traditions-Kraftsport aus dem Oberen Isartal.

Fingerhakler-Vorstand Peter Frank ergatterte Rang zwei und freute sich über die gelungene Veranstaltung. Die Resonanz sei „sehr gut“ gewesen. Deshalb ist es gut möglich, dass es künftig vielleicht wieder regelmäßig eine Vereinsmeisterschaft unterm Karwendel geben wird.

Die Besten: Fingerhakler-Chef Peter Frank (l.) gratuliert (ab 2. v. l.) Simon Witting, Josef Schandl, Korbinian Schandl, Josef Schöpf und Thomas Post.

Dritter im Schwergewicht wurde einer der erfahrensten Teilnehmer des Wettbewerbs, Karl Albrecht. Im Halbschwergewicht siegte Simon Witting vor Christian Satzger und Franz Fichtl. Den Juniorentitel sicherte sich Josef Schöpf vor Leonhard Hofbauer und Michael Post junior.

Die Ergebnisse

Schwergewicht: 1. Josef Schandl 2. Peter Frank 3. Karl Albrecht 4. Michael Seitz 5. Michael Hibler 6. Christian Fichtl 7. Franz Klotz 8. Mathias Klotz 9. Joseph Hörmann.

Halbschwergewicht: 1. Simon Witting 2. Christian Satzger 3. Franz Fichtl 4. Josef Fichtl 5. Christian Klotz.

Junioren: 1. Josef Schöpf 2. Leonhard Hofbauer 3. Michael Post 4. Christian Sailer.

Schülerklasse 5: 1. Thomas Post 2. Korbinian Ostler 3. Valentin Ostler.

Schülerklasse 1: 1. Korbinian Schandl 2. Maximilian Albrecht

Josef Hornsteiner

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