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Verteidiger forderten Freispruch

Vergewaltigung: Krüner muss für zehn Jahre ins Gefängnis

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Das Urteil ist gefallen: Ein 24-Jähriger aus Krün muss wegen Vergewaltigung einer 18-Jährigen hinter Gitter. Seine Anwälte wollen in Revision gehen. 

Krün/München – Ein Maurer (24) aus Krün muss wegen Vergewaltigung und Körperverletzung für zehn Jahre ins Gefängnis. Mit diesem Spruch blieb das Landgericht München II ein Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger Philipp Müller und Alexander Betz hatten Freispruch gefordert. Sie wollen gegen das Urteil in Revision gehen.

Für die 1. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Thomas Bott wurden die Vorwürfe in der zwölftägigen Hauptverhandlung bestätigt. Demnach hatte der betrunkene Angeklagte im Juli 2015 während einer Schaumparty im Ötztal (Tirol) einer 18-Jährigen aufgelauert. Nachdem sie von der Toilette gekommen war, schob er sie in die Kabine zurück, warf sie mit Wucht auf die Toilette und verging sich an der jungen Frau, die erst wenige Stunden zuvor volljährig geworden war. Hilfeschreie unterband er, indem er ihr den Mund zuhielt.

Die junge Frau erstattete sofort Anzeige. Vier Monate später wurde der Krüner festgenommen. Vergeblich versuchten seine Anwälte, die Tat als einen total aus dem Ruder gelaufenen One-Night-Stand zu werten. Es gebe keine Beweise, dass sich der betrunkene Mann in Hoffnung auf ein Sex-Abenteuer zur Damentoilette begeben und dann die erstbeste völlig fremde Frau zum Geschlechtsverkehr gezwungen hätte, erklärten sie in ihren Plädoyers, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Aus ihrer Sicht mussten sich die jungen Leute während der Schaumparty näher gekommen sein. In der Toilette ging der 24-Jährige dann aber wohl viel zu heftig zur Sache.

Später schämte sich die 18-Jährige für Geschehenes und zeigte den Mann an. Woher die Verletzungen stammten, wenn sich angeblich alles im einvernehmlichen Miteinander ereignet hatte, konnte der Angeklagte nicht schlüssig erklären.

Rubriklistenbild: © dpa symbolbild

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