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Gemeinsam für die Tunnel in Oberau – und alle Verkehrsvorhaben im Landkreis: (v. l.) Christian Allinger, Josef Bobinger (beide VEO), Ursula Kössel (2 Tunnel), Gerhard Lutz (IHK-Gremium), Thomas Schwarzenberger (Gemeindetag), Jutta Griess (IHK-Gremium), Josef Ostler, Hans Sedlmaier (2 Tunnel), Martin Wohlketzetter (Gemeindetag) und Peter Imminger (Bürgermeister von Oberau). Sie tragen das Positionspapier und die Resolution.

Verkehrsprojekte im Kreis Garmisch-Partenkirchen: Ganze Region steht dahinter

Garmisch-Partenkirchen - Seit vielen Jahren schon kämpfen Garmisch-Partenkirchen und Oberau für ihre Ortsumfahrungen. Jetzt stellen sich erstmals alle Gemeinden im Kreis und die IHK offiziell an ihre Seite. Sie wollen den Druck auf Verkehrsminister Peter Ramsauer erhöhen.

Das Gremium der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat ein sechsseitiges Positionspapier verfasst. Darin fordert es die „zügige Umsetzung“ des Auerbergtunnels, der Umfahrung Oberau, des Wank- und des Kramertunnels, der Umfahrung Saulgrub sowie einen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Innsbruck und München.

„Die ganze Region steht dahinter“, stellt der Vorsitzende Gerhard Lutz fest. Auch die zwei Bürgerinitiativen "2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen" und Verkehrsentlastung Oberau (VEO), der Kreis und die 22 Kommunen. Denn auf Initiative des Kreisverbandes des Bayerischen Gemeindetags haben Landrat Harald Kühn (CSU) sowie alle Bürgermeister eine Resolution unterschrieben, in der sie das IHK-Papier unterstützen – und noch einen Schritt weitergehen.

Sie listen weitere Verkehrsprojekte auf, die sie für notwendig halten, mit einem Volumen von insgesamt mehreren hundert Millionen Euro. „Es ist das erste Mal, dass die Forderung zum Ausdruck gebracht wird“, sagt der Kreisvorsitzende des Gemeindetags, Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU).

Lutz wird das Positionspapier am 24. Juli der IHK-Vollversammlung vorlegen. Die Mitglieder sollen sich mit einem Beschluss dahinterstellen. „Dann trägt die gesamte Wirtschaft in München und Oberbayern diese Forderungen“, sagt er.

Beide Dokumente wollen die Initiatoren vor der Sommerpause Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) übergeben. „Wir haben zuletzt überhaupt keine Signale mehr aus der Politik bekommen“, klagt Oberaus Bürgermeister Peter Imminger. Vor zwei Jahren, während der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018, hätten Bundes- und Landespolitiker in der Region „einen Zirkus veranstaltet und der Bevölkerung Hoffnungen gemacht“. Jetzt passiere nichts mehr, ärgert er sich. „Das ist nicht richtig.“

Matthias Holzapfel

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