Junge Mutter (22) tot aufgefunden - Verdacht auf Gewaltverbrechen

Junge Mutter (22) tot aufgefunden - Verdacht auf Gewaltverbrechen

Vermisstensuche nimmt glückliches Ende

66-Jährige kehrt nicht von Spaziergang zurück und wird erst nach mehreren Stunden unterkühlt in unwegsamem Gelände gefunden.

Was am Dienstag gegen 16.45 Uhr als ruhiger Ausflug begann, endete für eine 66-jährige Frau aus Dortmund mit einem Schreckenserlebnis. In der Dunkelheit verlor sie die Orientierung und kam im Gebiet nahe der Elmauer Alm vom Weg ab. Erst die Einsatzkräfte der Polizei und Bergwacht Krün konnten die Urlauberin unterkühlt und unter Schock stehend in unwegsamem Gelände auffinden. Möglich machten dies das Engagement der Retter, die Wärmebildkamera des Polizeihubschraubers und eine große Portion Glück.

Das weiß auch Klaus King, der „Das Kranzbach“ seit gut drei Monaten leitet und selbst an der Rettungsaktion beteiligt war. Denn nachdem der Ehemann das Verschwinden seiner Gattin gegen 18.45 Uhr dem Hotelpersonal gemeldet hatte, wurde zunächst das gesamte Gebäude sowie das Badehaus gründlich abgesucht. Als dies jedoch erfolglos blieb, verständigte King die Einsatzkräfte und begab sich selbst auf die Suche. Mit einem kleinen Elektroauto, das im Schnee nicht einsinkt, fuhr er die umliegenden Fußwege zwischen Kranzbach und Elmau ab. „Ich bin alle hundert Meter stehen geblieben und habe nach ihr gerufen“, schildert der gebürtige Allgäuer die Ereignisse. Mit der Taschenlampe leuchtete er Gräben und Vertiefungen aus. Sogar auf eine Mütze habe er verzichtet, um mögliche Hilferufe besser zu hören. Doch Klaus King fand seinen Gast nicht. Und so kehrte er zum Hotel zurück, wo inzwischen die Polizei eingetroffen war. Zusammen mit einem Beamten machte sich der engagierte Hotelier erneut auf die Suche, während zugleich das Hotelareal nochmals durchkämmt wurde. Als die Wärmebildkamera des Hubschraubers dann gegen 20.10 Uhr eine „offensichtlich hilflose Person“, wie die Polizei Mittenwald mitteilte, in der Nähe der Elmauer Alm lokalisierte, „wurden wir per Funk zu ihr gelotst“, sagt King. Rund zwei Kilometer durch hohen Schnee und schwieriges Gelände mussten sie stapfen, um zu der erschöpften und unterkühlten Urlauberin zu gelangen.

Nach der Erstversorgung durch die Bergwacht wurde sie vom Rettungsdienst ins Klinikum nach Garmisch-Partenkirchen gebracht.

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