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Zukunft völlig offen: Weil Wirt Bernhard Raubal die Option zur Vertragsverlängerung für das Grundstück nicht genutzt hat, darf er die Gamshütte nur noch bis Ende 2015 betreiben. Danach kann er sie verkaufen – oder abreißen. Foto: Kaiser

Vertrag nicht verlängert: Gamshütte droht der Abriss

Garmisch-Partenkirchen - Ende 2015 läuft der Pachtvertrag für das Grundstück der Gamshütte aus. Eine Verlängerung mit dem Forst ist ausgeschlossen. Wirt Bernhard Raubal droht mit dem Abriss der Hütte.

Die idyllisch gelegene Gamshütte ist ein touristischer Anziehungspunkt im Markt. Auf 940 Metern Höhe, hoch über dem Ortsteil Partenkirchen gelegen, bietet sich von ihr ein herrlicher Blick über die Alpen. Sie ist leicht zu Fuß zu erreichen; seit dem vergangenen Jahr ist sie zusätzlich durch eine Hängebrücke über die Faukenschlucht erschlossen. Ein gesegnetes Fleckerl Erde. Darum hat Wirt Bernhard Raubal jetzt Angst.

Ihm gehört zwar das Gebäude, aber das Grundstück ist im Eigentum der Bayerischen Staatsforsten. Die könnten ihn dazu nötigen, die Gamshütte abzureißen, sagt Raubal. Davon könne keine Rede sein, entgegnet Meinhard Süß, Leiter des Forstbetriebes Oberammergau. „Wir wollen vielmehr die Hütte kaufen.“ Der Vertrag mit Raubal für das Grundstück ende 2015 und werde nicht verlängert. Warum, ist offen. Damit bleibe ihm die Möglichkeit, das Gebäude zu verkaufen - oder abzutragen.

Der bis dato letzte Vertrag lief 2011 aus. Offenbar ging Raubal Gespräche über eine Verlängerung nicht an. „Wir haben ihn mehrfach daran erinnert, dass die neue Option gezogen werden muss“, erzählt Süß. Der Kontrakt hätte auch verlängert werden können. „Er hat dies jedoch nicht genutzt. Weil wir nichts von ihm gehört haben, gingen wir davon aus, dass er gekündigt ist.“ Raubal selbst gibt zu, dass er einen gewaltigen Fehler begangen habe.

Von 2011 an bestand also kein Vertrag mehr, beide Seiten mussten verhandeln, der Forst hatte alle Trümpfe in der Hand. Und bei Raubal wuchs die Existenz-Angst, als er erkennen musste, dass der Forst den Vertrag nur noch bis 2015 verlängern wird.

Das Verhandlungsergebnis sieht nun so aus, dass der Forst den Vertrag zwar tatsächlich nur bis 2015 verlängern will, dem Eigentümer jedoch anbietet, ihm die Hütte anschließend abzukaufen.

Raubal ist damit nicht zufrieden - und entschlossen, mit Ablauf des Vertrages Ende 2015 die Hütte abzureißen. Der Forst hat die Möglichkeit, eine neue Einkehr zu errichten. Allem Anschein nach will er weiter dort auch eine Hütte betreiben - nur eben ohne Raubal.

Wolfgang Kaiser

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