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Stimmung im Herzen von Garmisch-Partenkirchen: Magdalena Neuner beim Jura-City-Biathlon 2010.

Garmisch-Partenkirchen: Vision von einem „Winter im Park“

Garmisch-Partenkirchen - Jura-City-Biathlon: Skiclub Garmisch und GaPa-Tourismus planen Erweiterung. Gespräche mit potenziellen Partnern laufen schon.

Drei Jahre ist es her, dass das Tagblatt mit vielen starken Partnern den Jura- City-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen gerettet hat. Nun ist der Zeitraum abgelaufen, für den die Finanzierung des Wintersport-Ereignisses gesichert war. Doch der Ski-Club Garmisch (SCG) hat als Veranstalter mittlerweile nicht nur neue Sponsoren an seiner Seite. Im Kopf von Club-Chef Peter Fischer gibt es sogar eine Vision, wie die Veranstaltung künftig attraktiver gemacht werden könnte.

Fischer ist sich sicher, dass der 16. City-Biathlon, der für den 30. Dezember geplant ist, wieder ein Erfolg wird. „Zum einen ist das ein Freitag. Das ist von Haus aus gut“, sagt Fischer. Zum anderen kann er auf zwei ganz wichtige Gesichter zählen: „Sein Madl“ vom SCG, Miriam Gössner, und Biathlon-Superstar Magdalena Neuner. Für die zweifache Olympia-Siegerin aus Wallgau sei es auch heuer klar gewesen, daheim und nicht bei der Konkurrenz-Veranstaltung auf Schalke zu starten. Ein Partyabend mit der Bayern-3-Band rundet das Ereignis ab, das zusammen mit dem Neujahrsspringen zu den Höhepunkten der Garmisch-Partenkirchner Wintersport-Woche gehört. So weit, so gut.

Denn eigentlich sind sich die Verantwortlichen von Skiclub und GaPa-Tourismus einig darüber, dass es noch Potenzial gibt. „Der City-Biathlon ist gut“, stellt Tourismus-Direktor Peter Nagel klar. Aber: „Wir wissen, dass wir noch mehr daraus machen können und auch müssen.“ Die kostenlose Veranstaltung, die jährlich bis zu 12 000 Besucher in die Garmischer Fußgängerzone lockt, dürfe nicht zur Gewohnheit und einem Selbstläufer werden. „Wir müssen etwas bieten“, sagt Nagel. Was das sein könnte, darüber tüftelt der Tourismus-Experte bereits seit vier Jahren mit Peter Fischer - der inzwischen auf eine gelungene Weltmeisterschaft zurückblicken kann. Und ein bisschen erinnern seine Pläne an den Zauber, der im Februar in der Marktgemeinde geherrscht hat.

Fischer schwebt ein „Winter im Park vor“. Der Gartenbereich hinter dem Kongresshaus soll sich in eine Erlebniswelt verwandeln - samt besonderem kulinarischem Angebot. „Wichtig ist das Ambiente“, sagt Fischer. Und das soll dann nicht nur von Bratwurst- und Glühweinbuden geprägt sein. Denkbar wäre auch, eine Langlaufloipe durch den Park zu ziehen oder eine Eislauffläche aufzubauen. Außerdem könnten mit großen Partnern Kinderangebote geschaffen werden und Veranstaltungen organisiert werden.

„Was bislang fehlt, ist ein Event“, sagt Fischer und betont zugleich, kein „Remmidemmi“ haben zu wollen. Er kann sich zwei Modelle vorstellen: „Winter im Park“ kann zum Beispiel den City-Biathlon begleiten, an Silvester steht die Kurpark-Welt Touristen und Einheimische dann nicht nur tagsüber zur Verfügung, abends können sie dort gemeinsam ins neue Jahr feiern - um dann am nächsten Morgen zum Neujahrsspringen zu gehen. Im zweiten Modell ist der Zeitraum, in dem „Winter im Park“ die großen Sportereignisse begleitet, zum Beispiel auf eine Woche ausdehnbar.

Bislang sind die Pläne an fehlenden Sponsoren, also am Geld, gescheitert. Aktuell fehlt laut Nagel eine „mittlere fünfstellige Euro-Summe“. Aber: Die Gespräche mit potenziellen Partnern laufen. „Es ist machbar, es ist finanzierbar“, sagt der Tourismus-Chef. Er ist zuversichtlich, dass Fischers Vision schon zum Jahreswechsel 2012/2013 Wirklichkeit werden kann.

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