Touristische Visitenkarte: Der Mittenwalder Bahnhof bleibt von außen der gleiche, im Inneren wird sich demnächst aber einiges ändern. foto: kunz

Völlig neues Innenleben im Mittenwalder Bahnhof

Mittenwald - Der Gemeinderat hat alle Barrieren zur geplanten Modernisierung des Bahnhofs Mittenwald aus dem Weg geräumt. Einstimmig segnete man die Änderungswünsche der Investoren ab.

Die Wiedereröffnung ist spätestens für 28. September 2012 geplant. Dann wird das altehrwürdige Mittenwalder Bahnhofsgebäude 100 Jahre alt. Daher gilt für die heimische Investorenfamilie Schwind ein straffer und ambitionierter Zeitplan, um die dringend notwendige Entkernung und Modernisierung ihrer im Frühjahr erworbenen Immobilie voranzutreiben. Von Seiten des Marktgemeinderats gibt es keine Bedenken. Dieser gab für die eingereichte Tektur der Schwind GmbH grünes Licht.

Im Vorfeld hatte Marktbaumeister Ralf Bues die Sachlage erläutert. „Für das Bahnhofsgebäude besteht seit dem 19. August 2010 eine Baugenehmigung.“ Diese wurde noch dem Vorbesitzer, der Münchner Ideal Mobil AG, erteilt. „Auf dieser Basis legt nun der neue Eigentümer eine Tekturplanung vor.“ Trotz diverser Änderungswünsche wollen Statiker Wolfgang Schwind und sein Sohn Michael das Grundkonzept der Ideal Mobil AG beibehalten.

So soll im nördlichen Gebäudeteil der gastronomische Bereich mit einem Bistro und zusätzlichen Verkaufsshop für den täglichen (Reise-)Bedarf untergebracht werden. „Er soll die Seele des Bahnhofs werden“, betont Schwind senior. Da dieser Laden über die allgemeinen Geschäftszeiten geöffnet sein werde, „stellt der Shop auch eine sichere berufliche Existenz für den Betreiber dar“.

Südlich der Bahnhofshalle schließt sich der Fahrkartenverkauf sowie eine Postagentur an. Im bisher leer stehenden Teil haben Schwind und Co. eine Apotheke vorgesehen. „Die Halle wird weiterhin der öffentlichen Nutzung dienen. Zusätzlich werden wir das Obergeschoss erschließen“, teilt Wolfgang Schwind mit. Dort sollen neben einer Einliegerwohnung für den Bistro-Betreiber noch zwei Arztpraxen eingerichtet werden. Diese stehen in Zusammenhang mit dem geplanten Ärztehaus auf der Nordseite. Alt- und Neubau werden mit rund drei Millionen Euro zu Buche schlagen.

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