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Prägende Figuren der Genossenschaftsbank: (v. l.) Vorstandsmitglied Martin Jocher, Johann Winkler (Uffing), der scheidende Aufsichtsrat Ulrich Willburger und Ehefrau Ellen (Seehausen), Franz Xaver Leiß (Großweil), Gerhard Portele (Farchant), Benedikt Zwink (Sindelsdorf), Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hubert Bauriedl (Penzberg) sowie die Vorstandsmitglied Martin Sperl und Walter Beller (Vorsitzender).

Satter Gewinn von 1,76 Millionen Euro

Erfolgsbilanz bei Volks- und Raiffeisenbank

Garmisch-Partenkirchen - Ein Gewinn von 1,76 Millionen Euro – das ist zwar weniger als 2014, dennoch kann sich die Bilanz der Volks- und Raiffeisenbank Werdenfels sehen lassen. 

„Solides Wirtschaften – das ist das Markenzeichen dieses Geldinstituts, weshalb es auch 2015 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen konnte.“ Dickes Lob von Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bei der alljährlichen Vertreter-Versammlung der Volks- und Raiffeisenbank Werdenfels im Garmisch-Partenkirchner Kongresshaus. In der Tat: Das regionale Geldinstitut steht trotz der historischen Niedrigzins-Phase, die vielen anderen Banken zusetzt, recht ordentlich da. Das bestätigte auch Vorstandsvorsitzender Walter Beller.

Denn allein schon die Bilanzsumme liegt mit 1,387 Milliarden Euro um 4,2 Prozent über jener des Vorjahres. „Ein schöner Zuwachs, der maßgeblich von den Steigerungen in den klassischen Bereichen einer Bank getragen wurde, nämlich bei den Kundenkrediten und den Einlagen.“ So sind laut Beller die Kredite um sechs Prozent auf 979 Millionen Euro gestiegen und die Einlagen um satte fünf Prozent auf 1,14 Milliarden.

Was im Endeffekt dazu führte, dass Ende 2015 ein Gewinn von 1,76 Millionen (nach Steuern) verblieb. Zwar weniger als die 1,93 Millionen des Jahres vorher, aber immer noch genug, um den Rücklagen 900 000 Euro zufließen zu lassen und darüber hinaus 859 374 Euro an die Teilhaber der Bank auszuschütten: Bekanntlich hat die VR-Bank gemäß dem genossenschaftlichen Modell nicht nur 66 478 Bankkunden, vielmehr kann man auch Mitglied des Instituts werden, indem man bis zu zehn Anteile von jeweils 50 Euro erwirbt, für die man dann eine Dividende erhält: 22 165 solcher Mitglieder hat die VR-Bank Werdenfels, und für jeden ihrer Anteile bekommen sie in diesem Jahr immerhin vier Prozent Dividende.

„Für uns ist die Bank allerdings auch deshalb sehr wichtig, weil sie nicht nur Kredite ausgibt“, sagte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), „sondern auch ein hervorragender Steuerzahler ist und der Gemeinde immerhin 1,9 Millionen Euro Gewerbesteuer zukommen lässt“.

Doch der Wettkampf wird härter. Davon ist Vorstandsmitglied Martin Sperl nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung und der Niedrigzinsphase überzeugt. „Das sind die zentralen Herausforderungen für die kommenden Jahre“, verdeutlichte Sperl, „und sie werfen schon jetzt ihre Schatten voraus: Nach derzeitigen Hochrechnungen müssen wir von rückläufigen Erträgen in einer Größenordnung von fünf Millionen Euro im Jahr 2020 ausgehen“. Daher kündigte er Kosteneinsparungen von 20 Prozent bis 2020 an.

Unter der Regie des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Hubert Bauriedl (Penzberg) wählte man noch Vertreter für den 15 Mitglieder umfassenden Aufsichtsrat. Während Ulrich Willburger aus Seehausen – seit 2004 im Kontrollgremium – sich nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte, wurden Franz Xaver Leiß (Großweil), Gerhard Portele (Farchant), Johann Winkler (Uffing) sowie Benedikt Zwink (Sindelsdorf) erneut gekürt.

Wolfgang Kaiser

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