Wegen Unwetterschäden: S1 weiterhin teilweise gesperrt - SEV eingerichtet

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Bundespolizist an einer Bahnstrecke. Symbolfoto: MM-Archiv

Volltrunkene Uffingerin fährt mit Auto auf Bahngleisen

Uffing - Stolze 2,6 Promille erbrachte der Atemalkoholtest bei der Uffingerin, die mit ihrem Auto falsch abgebogen war - aufs Bahngleis. Später ohrfeigte sie noch einen Polizisten.

Theoretisch hätte die Irrfahrt einer Uffingerin, die am Freitagabend mit ihrem Kleinwagen volltrunken auf den Bahngleisen im Ort unterwegs gewesen ist, zu einer Katastrophe führen können - an anderer Stelle oder falls im falschen Moment ein Zug gekommen wäre. Für die 66-Jährige, bei der ein Atemalkoholtest stolze 2,6 Promille erbrachte, zieht der Auto-Ausflug auf die Schienen dennoch jede Menge rechtliche Unannehmlichkeiten nach sich - zumal sie im weiteren Verlauf auch noch einen Beamten der Inspektion Murnau ohrfeigte und ihn sowie einen Kollegen massiv beleidigte.

Ein Zeuge hatte die Polizei gegen 21.30 Uhr auf den Plan gerufen. Inhalt der schier unglaublichen Meldung: Ein Auto sei in Uffing von der Bahnhofstraße „falsch abgebogen“ - nach Angaben von André Heinrich, Beamter der Inspektion Murnau, wollte die Frau vermutlich entweder auf die Rigistraße oder auf die Straße Am Bahnhof - und fahre nun auf den Gleisen spazieren. „Daraufhin wurde sofort der Bahnverkehr gesperrt“, erklärt Heinrich. Das übernahm ein Notfallmanager. Und tatsächlich: Streifenbeamte fanden vor Ort ein Auto mitten auf den Schienen vor. Zeugen sagten aus, dass die 66-Jährige auf der Bahnhofstraße ortsauswärts unterwegs gewesen sei, auf Höhe der Schienen den linken Blinker gesetzt habe und auf die Gleise abgebogen sei. Sie fuhr noch rund 100 Meter weiter, denn stoppte die Frau ihren Wagen.

Die Polizisten rochen den Alkohol und zogen nach dem Atem-Test den Führerschein ein. Eine Blutentnahme im Murnauer Krankenhaus sollte folgen. Noch vor der Unfallklinik rastete die „bis dahin friedliche Frau“ nach Angaben von Heinrich „völlig unvermittelt aus und schlug einen überraschten Beamten mit der Hand ins Gesicht“. Dieser blieb unverletzt. Da sich die Uffingerin „nun sehr aggressiv und angriffslustig“ benommen habe, fesselten die Polizisten sie an den Händen. In der Folge habe sie die Beamten noch „wüst beleidigt“, sagt Heinrich. Die Frau begab sich auf eigenen Wunsch in stationäre ärztliche Behandlung.

Ihr Auto war derweil von den Schienen gehoben worden. Spezialisten der Bahn und Beamte der Bundespolizei überprüften, ob die Uffingerin bei ihrer Irrfahrt Schäden am Gleiskörper hinterlassen hatte - und konnten grünes Licht geben: Der Abschnitt befand sich in einwandfreiem Zustand, der Bahnverkehr lief wieder an. Es blieb hier nach Angaben von Heinrich bei geringen Beeinträchtigungen. Auch der Kleinwagen überstand den Vorfall unbeschadet.

Für die Fahrerin hat der Ausflug auf die Schienen ein juristisches Nachspiel. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen einer ganzen Reihe von Delikten an. (sj)

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