Ab geht’s auf die Eispiste: Das Hornschlittenrennen 2011 war ein voller Erfolg. foto: schoft-Archiv

Vorbereitungen fürs 43. Hornschlittenrennen laufen

Garmisch-Partenkirchen - Am Dreikönigstag werden tausende Besucher an der Partnachalm erwartet. Dort gehen 400 Wagemutige an den Start.

Es ist auch in diesem Winter eine der rasantesten Veranstaltungen im Landkreis, und die Vorbereitungen sind längst im Gang. Mut gilt es am Dreikönigstag (6. Januar) zu beweisen. Dann, wenn die inzwischen 43. Auflage des Hornschlittenrennens ausgetragen wird.

Die teils waghalsigen Abfahrten auf der einen Kilometer langen Piste zwischen Partnachalm und Wildenau sind immer ein Publikumsmagnet. „Zwischen 5000 und 9000 Leute sind jedesmal dabei“, berichtet Peter Strodl, Vorsitzender des Hornschlittenvereins. Er freut sich schon auf die 400 Frauen und Männer, die auf 100 Schlitten die Eispiste hinunterflitzen. Diese wird, versichert Strodl, auch trotz Schneeknappheit optimal präpariert sein. „Wir erhalten unseren Schnee unter anderem aus dem Eisstadion - die Gemeinde hilft uns dabei“.

Erstmals fand ein Rennen mit solch’ museumsreifen Vierer-Schlitten an Dreikönig 1970 statt, seinerzeit mit nur sieben Schlitten und einer Armbanduhr zur Zeitnahme. Denn schließlich waren es ein paar Partenkirchner, die in bierseliger Laune die Idee zu dem Rennen mit den altertümlichen Heutransportern hatten. Im Jahr darauf wurde dann schon der Organisations-Verein gegründet, der heuer sein 40-jähriges Bestehen gefeiert hat - mit inzwischen 740 Mitgliedern. Das Rennen, damals das erste seiner Art überhaupt, war dann der Auslöser für einen neuen Trend. Denn Hornschlitten-Wettbewerbe gibt es mittlerweile in Gaißach bei Bad Tölz, in Thüringen, in Sachsen, in Süd- und Osttirol, in der Schweiz und der Slowakei. „Im Werdenfelser Land haben wir zwar in Garmisch-Partenkirchen, Grainau, Farchant, Unterammergau und im Isartal Hornschlittenfahrer“, weiß Strodl, „doch fast die Hälfte der Teilnehmer kommt von auswärts“. In Partenkirchen müssen sie übrigens alle auf Schlitten der „Werdenfelser Bauweise“ antreten, was die „Kipfe“ zum Anschieben und die „Tatzen“ zum Lenken und Bremsen anlangt. „Denn Sicherheit ist oberstes Gebot“, erläutert der Vorsitzende, der dies Amt seit 14 Jahren inne hat, „deshalb haben wir umfangreiche Banden entlang der Strecke“.

Das Rahmenprogramm beginnt mit der Auslosung der Startnummern am Mittwoch, 4. Januar, um 19 Uhr im Gasthof Schatten. Die erste Party ist, ebenso wie der Anschubwettbewerb, für den 5. Januar geplant: Diese Veranstaltung findet in der Ludwigstraße zwischen Werdenfelser Hof und Rassen statt (Meldung ab 16 Uhr). Die Vorrunde beginnt um 17 Uhr, es gibt eigene Jugendklassen, Mini-Hornschlitten und ein Finale samt Siegerehrung. Gefeiert wird dann ab 18 Uhr am Kirchplatz. Beim Hornschlittenrennen selbst geht es am Freitag, 6. Januar, ab 12.30 Uhr um den Titel „Bayerischer Meister“. Auch diesmal wird im Zielraum eine große Videowand aufgestellt, vier Kameras ermöglichen den Blick auf die gesamte Piste. Die Preisvergabe beginnt um 16 Uhr im Zielraum, der Hornschlittenball mit Siegerehrung und Tombola um 19 Uhr in der Bayernhalle. Alle Infos unter www.hornschlitten.de

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