Feuerwehreinsatz auf Stammstrecke - S-Bahnen halten nicht am Stachus

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Training für den Ernstfall: Die Seehauser Wasserwachtler Dr. Kathrin Grunert (Bootsführerin), Brigitte Jakobi (stehend), Nikolaus Schauer (mit Cap, Wasserwacht Riegsee), Franziska Jakobi (Opfer) und Florian Credé bei einer Übung.

Führungskrise bei Rettern

Wasserwacht Seehausen ohne Vorstand

Seehausen - Führungskrise bei der Wasserwacht Seehausen: Die Vorstandschaft ist geschlossen zurückgetreten. Die Kreiswasserwacht hat kommissarisch das Ruder übernommen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte sich die Vorstandschaft bereits im Januar komplett zurückgezogen. „Aus meist persönlichen Gründen“, teilt Marc Lehmann, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Garmisch-Partenkirchen mit. Wobei er betont: „Es gab keinen Ärger.“ 

Bei mehreren Vorstandsmitgliedern hätten sich Dinge geändert, zum Beispiel in Sachen Studium oder Job, sagt die bisherige Ortsgruppenleiterin Felicia Wagner. Einige sahen sich ihr zufolge nicht mehr in der Lage, ihr Amt weiter auszuüben. „Da haben wir gesagt: Wir müssen ein Break machen und uns neu formieren. Wir wollten ein sauberes Ende haben.“ Wagner betont: „Alle möchten bei der Wasserwacht bleiben und weiter Dienst machen.“ Florian Credé, bisher Technischer Leiter, bestätigt es. „Wir stehen alle weiter zur Verfügung.“ 

Dazu gehören neben Wagner und Credé die stellvertretende Ortsgruppenleiterin Alina Wagner, Kassier Meinrad Stockinger sowie Jugendleiterin Melanie Enenkel. Nach dem Rückzug der Führungsspitze hat mit sofortiger Wirkung die Kreiswasserwachtleitung kommissarisch die Leitung der Ortsgruppe übernommen. Man habe umgehend Gespräche geführt, um eine neue Vorstandschaft zu formieren. Diese seien allerdings „nur bedingt erfolgreich“ gewesen. Es gebe aber durchaus Leute, die signalisiert hätten, bei den regulär in 2017 anstehenden Neuwahlen Ämter zu übernehmen. Jetzt im Frühjahr 2016 Posten für ein Jahr zu bekleiden, habe manche Personen „eher abgeschreckt“. Der Zeitpunkt des Rücktritts sei „zeitlich nicht glücklich“ gewesen, sagt Lehmann. Jedenfalls stellt sich aktuell die Lage so dar, dass die Kreiswasserwachtleitung die Ortsgruppe bis zum Frühjahr 2017 führt. 

Darüber hinaus will die Kreiswasserwacht „unbedingt“ dem Gerücht entgegentreten, „dass sich die Wasserwacht am Staffelsee oder die Wasserwacht Seehausen auflöst.“ „Die Wasserwachten Seehausen-Murnau und Uffing machen am und um den Staffelsee in gewohnter Weise ihren Dienst.“ 

Um einen größeren Bereich in der Bevölkerung anzusprechen sei der Name der Ortsgruppe auf Seehausen-Murnau erweitert worden. „Ein für uns logischer Schritt, da die Schnelleinsatzgruppe (SEG) in Murnau stationiert ist sowie die Unterstützung bislang auch aus beiden Gemeinden kommt.“ Lehmann: „Wir wollen bewusst keine Abgrenzung. Wir sind in Seehausen und Murnau tätig.“

Nach der Bestandsaufnahme hat die Kreiswasserwacht zwei große Handlungsfelder entdeckt. „Das wäre zum einen aktives Personal für die Aufgaben der Wasserwacht zu gewinnen sowie zum anderen die finanzielle Lage zu stabilisieren.“ Felicia Wagner unterstreicht: „Wir können motivierte Leute gebrauchen.“

Aktuell zählt die Ortsgruppe 57 Mitglieder, davon sind 23 im aktiven Dienst. Den Wasserwachtlern stehen ein Einsatzfahrzeug, zwei Motorrettungsboote, ein Raft (Schlauchboot) sowie ein motorisierter Eisrettungsschlitten zur zur Verfügung. Am Dienstag, 31. Mai, findet die Jahreshauptversammlung statt. Beginn ist um 19 Uhr im BRK-Haus in Murnau (Seidlstraße 16). 

Rückblende: Bereits 2006 war ein Teil des Vorstands zurückgetreten. Daraufhin übernahm der damalige Kreiswasserwachts-Chef Franz Linke kommissarisch das Ruder. Seinerzeit gab es auch Streit mit der Gemeinde Seehausen.

Roland Lory

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