Viel zu tun gibt’s noch für den Pond-Hockey-Cup auf dem Rießersee. Der Schnee muss weg, die Eisdecke ist aber schon dick genug. foto: sehr

Wärmeeinbruch keine Gefahr für Pond-Hockey-Cup

Garmisch-Partenkirchen - Die Garmisch-Partenkirchner brauchen Eis und Kälte. Mit Wärme können sie für die anstehenden Wintersport-Ereignisse nicht viel anfangen. Doch der Pond-Hockey-Cup und die historische Bobwoche fallen nicht ins Wasser.

Rolf Lehmann und seine Mitstreiter kämpfen seit vielen Wochen. Denn schon ab Montag sollen historische Schlitten die Olympia-Bobbahn am Rießersee hinunterfahren. In den vergangenen Tagen haben rund 20 Helfer viele Stunden lang den Neuschnee von der Strecke geschaufelt. Und haben mit Hilfe von Bauhof-Mitarbeitern die Bayernkurve nochmal modelliert und Wasser darauf gespritzt. Etwas niedergeschlagen sind die Organisatoren schon, „dass uns das Wetter solche Kapriolen schlägt“. Ans Aufgeben denkt aber niemand. „Wir fahren sicher“, unterstreicht Lehmann. „Und wenn’s nur eine Fahrt ist.“

Aber er ist zuversichtlich, dass es dann doch mehr Läufe werden.

Rodler und Bobfahrer, die die ehemalige Weltmeisterschafts-Strecke in der nächsten Woche testen möchten, sind am heutigen Mittwoch um 17 Uhr ins Riessersee-Hotel eingeladen. Dort findet ein Info-Treffen statt, bei dem die Bob-Enthusiasten vom SC Riessersee ihre Pläne für die historische Bobwoche vorstellen.

Schocken kann hingegen Christian Zinn nur ein Sahara-Sturm. Denn das wäre das Einzige, was den Pond-Hockey-Cup auf dem Rießersee unmöglich macht. Der stellvertretende Geschäftsführer des Riessersee Hotel Resorts ist aber fest überzeugt, dass am 16. und 17. Februar wieder 80 Eishockey-Teams auf dem zugefrorenen See um die „Goldenen Schneeschaufeln“ kämpfen. Und zwar wie früher, ohne Ausrüstung, Torhüter und mit zwei Kisten als Tore.

Zinn hat das Eis schon selbst getestet - mit seinem Vater, dem Hotel-Direktor Gert Zinn, seinem Bruder Andreas und dessen Fußball-Kollegen vom SC Eibsee-Grainau sowie etlichen Helfern. Sie schuften, um den See spielbereit zu machen. „Wir haben eine Eisdicke von rund 25 Zentimetern“, nennt Zinn Zahlen. Dafür hat auch die Freiwillige Feuerwehr Garmisch gesorgt. Die Männer rückten mit Wasserschläuchen an und halfen beim Eis nach. Etwas Regen und Wärme schaden dem Großereignis, das 2011 auf dem Rießersee Premiere feierte, nicht. „Vier, fünf kalte Nächte“ würde sich der stellvertretende Hotel-Direktor aber noch wünschen.

Janine Tokarski

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