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Waging als Vorbild

Wallgau will Wellness-Oase bauen

Wallgau - Bürgermeister Hansjörg Zahler  will künftig verstärkt auf Gesundheit setzen. Ihm schwebt vor, am Haus des Gartes einen Wellnessgarten mit Saunen, Teich und Heustadel inklusive zu bauen.

Mittenwald hat den Geigenbau, Krün das Schlosshotel und G7 – aber welches Alleinstellungsmerkmal hat Wallgau? Hier muss etwas passieren, wenn es nach dem Willen von Bürgermeister Hansjörg Zahler geht. Wallgau soll in touristischer Hinsicht ein neues Image bekommen. In einem vorgestellten Gesundheitskonzept hat Zahler (CSU) nun Großes mit dem Gelände rund um das Haus des Gastes vor.

Carpe Diem! Frei übersetzt: Genieße den Tag! Gleich nach dem Frühstück im sonnigen Biergarten machen sich zwei Gäste auf, um an einem idyllischen Weiher spazieren zu gehen. Ein kurzer Sprung ins Wasser, ehe es in eine der zahlreichen Saunen geht, die im Blockhaus-Stil mitten aus einer saftig grünen Bewaldung herausstechen. In einem Obstgarten können Äpfel und Birnen gepflückt, auf beheizten Betten im Freien die Isartaler Bergwelt beobachtet werden. Das Leben genießen, sich in einem kleinen Wellness-Paradies wohl fühlen.

So eine Oase stellt sich Hansjörg Zahler für Wallgau vor. Diese Szene, wie sie im Wellnessgarten in Waging am See erlebt werden kann, ist bisher aber „nur ein Konzeptvorschlag“, wie sich Zahler ausdrückt. Da stecke noch viel Arbeit dahinter, bis es soweit sei. Eine „Almsauna und ein Gesundheitszentrum“ für den westlichen Bereich des Haus des Gastes war ein Teil seiner Präsentation zur Dorfentwicklung in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dort stellte der Bürgermeister seinem Gemeinderat sowie einem proppenvollen Sitzungssaal die Eckpunkte der Entwicklungslinie zum Thema „Gesundheit“ vor. Diese wurden im Zuge der Dorfentwicklung, deren Beteiligten und in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat auf breiter Basis erarbeitet. Geplant wären auf dem Bereich des jetzigen Minigolfplatzes eine Finnische -, Skihütten- und Bioalm-Sauna, ein Ruheraum aus Zirbenholz, Dampfbad, Kneippbecken, Schwimmteich sowie ein kleiner Obstgarten. Ergänzt wird das Konzept durch einen zentralen Platz mit Heustadel und Freiduschen. Die Sportanlagen müssten dem ehrgeizigen Projekt weichen. Die Eisstockfläche würde entweder am Kinderspielplatz in der Finz oder ganz zentral am Dorfplatz neu entstehen.

Das Vereinsheim, das von Trachtlern, Schützen und weiteren Vereinen genutzt wird, könnte auf die andere Seite des Haus des Gastes platziert werden. Anstelle soll dort ein Funktionsgebäude für Wellnessanbieter wie Physiotherapeuten und Umkleiden entstehen. Was mit dem Tennisplatz passiert, lässt der Rathauschef noch offen. Der Wellnessgarten in Waging am See ist das absolute Vorbild für den Kommunalpolitiker: „Ich habe das Bad erst kürzlich besucht und mir dort viele Inspirationen geholt.“ Dort sei das Konzept voll aufgegangen. Steigende Gästezahlen waren die Folge für die 6000 Seelen-Gemeinde. Genau das wünscht sich Zahler nun auch für Wallgau. „Es wäre eine hervorragende Ergänzung zum jetzigen Angebot“, erläutert er. Ein „weiterer Mosaikstein zur Gesundheitsdestination“. Finanziert werden soll das rund 3,5 Millionen Euro teure Projekt über die Gründung einer Gesellschaft. „Die Gemeinde alleine kann das sicher nicht stemmen“, weiß Zahler. Deshalb hofft er auf eine rege Beteiligung der Isartaler Bevölkerung, allen voran von den Wallgauern. Das heißt, die Gemeinde stellt Grund und Boden zur Verfügung und würde als Gesellschafter fungieren, die Bürger könnten Anteile kaufen und würden dafür Gutscheine erhalten.

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