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Schaurig-schön: Diese Ballbesucherinnen ganz in Schwarz wandeln auf Walt Disneys Spuren und präsentieren sich im Kostüm der bösen Fee. Da mag’s dem einen oder anderen Mannsbild schon gegruselt haben.

500 Partygäste bei Feuerwehr-Ball 

Wallgau feiert: Schrille Kostüme, rauschendes Fest

500 Partygäste haben beim Wallgauer Feuerwehr-Ball das Haus des Gastes unsicher gemacht. 

Wallgau – Schon eine Viertelstunde vor der angekündigten Show der Gastgeber haben am Samstagabend die rund 500 Besucher im Wallgauer Haus des Gastes das Tanzen beim traditionellen Feuerwehrball eingestellt. Um 22 Uhr betreten Showmaster Thomas Gottschalk (Korbinian Sprenger) und Moderator Jörg Pilawa (Martin Geierstanger) die Bühne und kündigen unter dem Motto „Best of 90s“ fünf Szenen aus diesem Jahrzehnt an.

Es beginnt mit dem unvergessenen Mauerfall in Berlin. Am Grenzstüberl schmettert US-Sänger David Hasselhoff (Seppi Simon) sein nervtötendes „Looking for Freedom“. Dann wird der Filmmythos „Untergang der Titanic) aufs Korn genommen. Im Bug des Schiffes mimen Hubert Holzer und Florian Froschmayer das Liebespaar auf dem Luxusliner, der in der Wallgauer Version wegen eines Radlers untergeht. Herrlich die per Video gezeigte Szene aus Mittenwald. Thomas Gottschalk wettet, dass er im Geigenbauort zehn Menschen in der Öffentlichkeit beim Schlafen antrifft. Nach einem sehr agilen Paar in der Stainergasse stößt er in den umliegenden Gaststätten dann tatsächlich auf zehn Menschen in mitunter kuriosen Situationen beim Nickerchen – Gottschalk darf sich als Sieger feiern lassen.

Ein Höhepunkt ist der Auftritt der drei Tenöre (Toni Geierstanger, Toni Feuerecker, Michael Hornsteiner), die „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ vortragen. Der Clou dabei: Sie stecken in fest montierten (unsichtbaren) Skistiefeln fest und biegen sich wie Bäume im Wind zur Musik. Anschließend tritt der „King of Afrika“ mit La Bomba auf, und zum Finale singen die Moderatoren, Musiker und auch das Publikum den 90-Jahre-Hit Macarena.

Bilder: Wallgau feiert beim Feuerwehrball

Genau so originell wie die Bühnenshow der Feuerwehr sind auch die Kostüme der Besucher, die bis aus Murnau, Walchensee, dem Loisach- und Isartal angereist waren. Auffällig dabei die vielen schrillen, weiblichen Gruppen, die sich in aufwändigen Kostümen als Punker, norwegische Trolle, als stolze Pfauen, mexikanische Calaveras oder böse Feen unters Partyvolk mischten. Vier Besucher aus Hechendorf, Ohlstadt und Murnau hatten sich – passend zum Ballmotto – in die Uniform eines DDR-Volkspolizisten geworfen. Ein Quartett aus Garmisch-Partenkirchen wiederum wieselte als Pfadfindergruppe übers Parkett.

Wolfgang Kunz

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