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Seit 2016 leben im Hotel Pax Asylbewerber.

Unterschiedliche Tagesrhythmen sorgen für Ärger

Asylbewerberunterkunft in Wallgau: Jetzt wird ein Lärmschutz nötig

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Sie sind laut. Für den Geschmack der Nachbarn und Gäste zu laut. Das Verhalten der Bewohner der Wallgauer Asylbewerberunterkunft zwingt die Gemeinde zum Handeln.

Wallgau– Hansjörg Zahler (CSU) nimmt die Sache ernst. Schon oft sind Wallgaus Bürgermeister Klagen zu Ohren gekommen. Vor allem von Urlaubern. „Drei massive Beschwerdeschreiben“ landeten zuletzt im Rathaus, sagt er in der Gemeinderatssitzung. Es sei sogar schon vorgekommen, dass Feriengäste in der Nachbarschaft der Asylbewerberunterkunft, dem ehemaligen Hotel Pax, wegen der Lärmbelästigung wieder ausgezogen sind. Eine Situation, die ein Ort, der vom Tourismus lebt, nur schwer verkraftet. Jetzt versucht die Gemeinde, eine Lösung zu finden.

Der Bürgermeister selbst hat die Probe aufs Exempel gemacht, sich in der Nachbarschaft hingesetzt und sich selbst überzeugt. Sein Fazit: Die Flüchtlinge sind deutlich zu hören. „Ich kann verstehen, dass das nervt“, sagt er. Ihm zufolge liegt das Problem schlichtweg darin begründet, dass die rund 30 Migranten – davon etwa 20 mit so genanntem Aufenthaltstitel – andere Lebensgewohnheiten pflegen. „In der Nacht geht’s in der Küche zu wie auf dem Basar.“ Das Gespräch hat man mit ihnen schon gesucht. „Es geht dann mal wieder gut“, sagt Zahler aus Erfahrung. Dann aber würden sie wieder in alte Muster zurückfallen.

Jetzt reagiert die Kommune. „Die Gemeinde steht hinter den Bürgern“, betont der Rathauschef. Eine Idee, das Problem in den Griff zu bekommen, wurde allerdings verworfen: eine provisorische Lärmschutzwand mit Schaltafeln zu errichten. Für Zahler eine denkbar schlechte Option. „Wenn wir anfangen, die Unterkunft zu brandmarken, ist das eine Katastrophe.“ Ein völlig falsches Signal seiner Ansicht nach.

Als bessere Variante erachtet er, ein Vorhäuschen aufzubauen, das den Lärm abfängt. Die „zimmereifachliche Lösung“, die schönere. Mit rund 8000 bis 10 000 Euro wird das Vorhaben voraussichtlich zu Buche schlagen. Ausgaben, die den Gemeinde-Etat allerdings nicht belasten. „Das Landratsamt zieht mit“, berichtet Zahler in der Sitzung. Die Behörde übernimmt ihm zufolge die Kosten.

So schnell wie möglich soll die Lärmschutz-Vorrichtung aufgestellt werden. Ausgeschrieben ist der Auftrag bereits. Die Angebote, meint der Bürgermeister, müssten bald im Landratsamt eingehen.

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