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Ein Entwurf: So soll der Kirchenböbl nach dem neuen Konzept gestaltet und in den Dorfplatz integriert werden. 

Wer übernimmt den Lebensmittelladen?

Gespräche laufen: Doch das City-Konzept für den Wallgauer Kirchenböbl ist kein Selbstläufer

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Es gab schon Absagen. Das war die schlechte Nachricht, die Wallgaus Bürgermeister im Gemeinderat verkünden musste. Die gute: Es besteht auch Interesse an einem Lebensmittelgeschäft im historischen Anwesen im Ortszentrum.

Wallgau – Hansjörg Zahler (CSU) bereut’s nicht. Keine Minute hat Wallgaus Bürgermeister darüber gegrübelt, ob der Kauf des Kirchenböbls im Jahr 2013 auch wirklich richtig gewesen ist. „Wir brauchen ihn“, sagt er klar und deutlich. Trotz der langwierigen Debatte, was mit dem Anwesen am Dorfplatz passieren soll. Wie geschmiert ist bei diesem Thema noch nicht viel gelaufen. Der Trend setzt sich fort – jetzt bei der Suche nach Interessierten für die Realisierung des City-Konzepts.

Ein Supermarkt soll demnach im Erdgeschoss der alten Gemäuer einquartiert werden. Nicht zuletzt, um die Schließung der REWE-Filiale im vergangenen Jahr zu kompensieren. Der Ruf nach einem Lebensmittelladen seitens der Bevölkerung, er ist kaum zu überhören. Nicht ohne Grund bleibt die Gemeinde am Drücker.

Gespräche mit Ketten und Betrieben laufen, machte Zahler zuletzt im Gemeinderat deutlich. Für ihn eine „durchaus spannende Sache“. Aber alles andere als ein Selbstläufer. „Wir haben schon Absagen bekommen“, teilte der Rathaus-Chef mit. Über den Grund braucht er nicht lange zu spekulieren. Im unweit entfernten Nachbarort Krün gibt’s beispielsweise Filialen von Edeka und Lidl. Die Konkurrenz – zu nah. Hinzu komme der Fachkräftemangel im Bereich der Marktleitung. Zahler malt aber nicht schwarz. Denn ihm zufolge ist auch Interesse vorhanden. „Das Konzept wird als nachhaltig angesehen.“

Das entspricht ganz seiner Meinung. Der Bürgermeister hatte Anfang August eine komplettneue Variante für die Zukunft des Kirchenböbls aus dem Hut gezaubert. Als Kompromisslösung quasi, nachdem alles darauf hingedeutet hatte, dass Abriss-Gegner und Neubau-Befürworter nie mehr auf einen Nenner kommen würden. Die Krüner Architekten Christian und Wolfgang Siedenburg erstellten einen Entwurf, der im Groben einen Neubau samt Platz für Büros und Praxen im ersten Stock, drei Wohnungen im Dachgeschoss und eben parterre die Ansiedlung eines Vollsortimenters beinhaltet. Im Außenbereich soll sich „der Neubau optimal in den Dorfplatz integrieren“, erläuterte Christian Siedenburg damals in der Sitzung.

Für Zahler heißt es nun, weiter zu verhandeln und einen potenziellen Mieter für die Ladenfläche an Land zu ziehen. Bis Ende des ersten Quartals 2019 will er das Ergebnis präsentieren.

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