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Steht im Fokus: der Kirchenböbl in Wallgau. 

2017 -Jahr der Entscheidung

Wallgau startet Informations-Offensive

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Wallgau - Was soll mit dem Kirchenböbl und dem Dorfplatz passieren? Seit Jahren tüftelt die Gemeinde Wallgau an Konzepten für die Dorferneuerung. Nun sollen die Einheimischen mittels einer großen Informations-Offensive im kommenden Januar über den aktuellen Planungsstand in Kenntnis gesetzt werden.

Hansjörg Zahler sitzt in seinem Büro im Rathaus und wirkt zufrieden. Wallgaus Bürgermeister (CSU) strotzt nur so vor Euphorie und Tatendrang. Denn 2017 will er nun das große Thema „Dorferneuerung“ ein gutes Stück vorwärts bringen. Doch dafür muss er erst die Bürger mit ins Boot holen. Deshalb startet die Gemeinde im Januar eine Informations-Offensive, die mehrere Veranstaltungen beinhaltet.

„Höchste Zeit“, sagt Zahler, „dass wir mal wieder alle Fäden zusammenfassen und die Bürger umfassend über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informieren.“ Bereits vor drei Jahren tastete man sich mit der Teilnehmergesellschaft an das Thema heran, seither sei viel passiert: Es wurden konzeptionelle Überlegungen angestellt, Ziele formuliert, Planungen erdacht und konkrete Projekte umgesetzt.

Die Informationen, die auf die Beteiligten einprasselten, waren umfangreich, tiefgründig und komplex. Das alles in einer Versammlung den Einheimischen näher zu bringen, hält Zahler für den falschen Weg. Punkte wie Regionalvermarktung, Tourismus und die Nutzungskonzepte vor allem für den Kirchenböbl in zwei Stunden zu vermitteln, das wäre die „Friss-oder-Stirb“-Methode. Schließlich „haben wir dafür Jahre gebraucht“. Der Startschuss, den Kenntnisstand aufzufrischen, fällt am 9. Januar. An diesem Tag werden im Rathaus Informationstafeln ausgestellt. Interessierte Besucher können darauf zum Beispiel nachlesen, welche Konzepte bisher entwickelt wurden und wie die Pläne für Kirchenböbl und Dorfplatz aussehen. Gerne nimmt Zahler, der für Rat und Tat vor Ort zur Seite steht, auch Anregungen und eigene Ideen entgegen. Weiter im Programm geht’s dann am 21. Januar mit einem großen Informationstag im Haus des Gastes. „Hier bekommen die Bürger Gelegenheit, alles Wissenswertes direkt von den Verantwortlichen und Experten aus erster Hand zu erhalten und Fragen zu stellen“, betont der Rathauschef. Den Abschluss bildet eine Dorfversammlung am 24. Januar. Die Ziele sind Zahler zufolge klar gesteckt: Bürger informieren, Interesse wecken und im Optimalfall den ein oder anderen zu motivieren, die nächsten Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Wie die Reaktionen der Wallgauer ausfallen, darauf ist der Rathauschef schon gespannt. Für ihn steht im Vordergrund, dass nun aktiv etwas unternommen wird, um den Ort für die Zukunft zu rüsten. Er schaut aus seinem Bürofenster. Was er sieht? Viel. Nur keinen Schnee – und das im Dezember. „Wir werden Probleme kriegen“, betont er. „Ohne Schnee fehlen uns ein Drittel der Übernachtungen.“ Darauf muss die Gemeinde reagieren. Darum ist der Tourismus der Zukunft ein Teil des Konzepts. 2017 sollen es nach all den Gesprächen, Planungen und Recherchen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. „Nach der Versammlung kann der Gemeinderat eine Entscheidung treffen“, sagt er. Und die soll in der ersten Hälfte des Jahres 2017 fallen.

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