An der ehemaligen Wallgauer Rewe-Filiale an der Mittenwalder Straße haben die Umbauarbeiten begonnen.
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Es rührt sich was: An der ehemaligen Wallgauer Rewe-Filiale an der Mittenwalder Straße haben die Umbauarbeiten begonnen.

Raiffeisenbank realisiert Pläne

Wallgauer Lebensmittelmarkt-Projekt nimmt Gestalt an: „Ein strammer Zeitplan“

  • VonChristof Schnürer
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Die Lebensmittel-Pläne der Raiffeisenbank Wallgau werden konkreter. Nun hat der Umbau begonnen.

Wallgau – Mit dem Plan, ab Frühjahr 2021 in Wallgau einen Lebensmittelmarkt betreiben zu wollen, hat die Raiffeisenbank Wallgau-Krün Anfang Oktober für eine positive Überraschung gesorgt. „Es ist ein strammer Zeitplan, das wissen wir“, verdeutlicht Matthias Breith. Doch der Vorstandsvorsitzende ist felsenfest davon überzeugt, dass der ambitionierte Zeitrahmen eingehalten werden kann. Schließlich will man am Eröffnungstag 1. März 2021 unbedingt festhalten.

Das wiederum erfordert, dass Hauseigentümer Dr. Josef Neuner – ehemaliger Gemeinderat – umgehend mit den Außenarbeiten inklusive Holzverschalung startet. Was inzwischen tatsächlich geschehen ist. „Das schaut recht gut aus“, findet Breith.

Der Dornröschenschlaf im Parterre des Geschäftshauses an der Mittenwalder Straße könnte nach drei Jahren ein Ende haben. Zur Erinnerung: Im Dezember 2017 schloss der Lebensmittelkonzern Rewe seine Filiale in Wallgau. Seitdem bemühte man sich im Rathaus vergeblich, wieder einen Nahversorger ins 1500-Einwohner-Dorf zu bekommen.

500 Quadratmeter Ladenfläche

Sollte das Raiffeisen-Projekt tatsächlich in knapp vier Monaten in dem 500-Quadratmeter-Laden starten können, wollen Breith und Co. auf die regionale Karte setzen. So soll sich nicht nur ein Bäcker und Metzger in dem Markt finden, sondern auch Produkte heimischer Landwirte. „Die möchten wir auf alle Fälle mit ins Boot holen“, verdeutlicht der Vorstandsvorsitzende. Aktuell läuft die Stellenausschreibung. Wobei Breith, für den dieses Metier auch neu ist, darüber rätselt, wie viel Personal tatsächlich benötigt wird. „Das ist die Frage.“ Eines aber ist bereits jetzt klar: Lagerhauschef Alois Stelzl soll sich laut Breith „federführend“ um die Sparte Lebensmittelhandel kümmern. „Aber wir brauchen auch einen Verantwortlichen vor Ort.“

Doch die Zeit drängt auch in anderer Hinsicht: „Wir platzen aus allen Nähten.“ Womit der Raiffeisenbankchef auf die mittlerweile beschränkten Kapazitäten im Lagerhaus an der Isarstraße abzielt. „Da sind wir vom Keller bis zum Dach voll.“

Es wird also höchste Zeit, dass der Supermarkt mit seinen 30 Kunden-Stellplätzen Realität wird. Dass dieses Geschäft kein Selbstläufer wird, darüber sind sich die Verantwortlichen der Genossenschaftsbank im Klaren. „Die ersten zwei Jahre werden hart“, schwant Breith. Doch er weiß einen starken Verbund hinter sich.

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