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Trinkwasser wird in Wallgau teurer.

Diskussion im Gemeinderat

Trinkwasser: Wallgau muss investieren

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Um die Qualität am Wallgauer Trinkwasser-Brunnen zu halten, muss die Gemeinde Geld in die Hand nehmen. Das hat auch Auswirkungen auf den Wasserpreis.

Wallgau – Jede Messung ergab das Gleiche: Das Wallgauer Trinkwasser hat eine gute Qualität, selbst bei kritischen Phasen. Und trotzdem muss die Gemeinde ihren Geldbeutel öffnen. Wegen der Anforderungen, die der neue Entnahmebescheid für den Tiefbrunnen beinhaltet. Allgemeinstandards, denen sich Wallgau beugen muss, auch wenn das Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) widerstrebt. Er sprach Klartext: „Man verbrennt Geld von Bürgern.“

Der neue Bescheid, der für 30 Jahre gültig ist, gibt der Kommune Hausaufgaben auf. Sie muss technisch aufrüsten sowie Trübungs- und Pegelmessungen absolvieren und deren Resultate protokollieren. Um damit zeitnah zu beginnen, bewilligte der Gemeinderat in seiner Sitzung noch im Vorgriff zur Haushalts-Planung einstimmig Mittel in Höhe von 20 000 Euro. „Wir kaufen nicht wild ein“, sagte der Rathauschef. Die einzelnen Maßnahmen werden dem Gremium nicht vorenthalten. Insgesamt rechnet der Bürgermeister heuer mit Kosten von 30 000 Euro.

Damit ist die Sache längst nicht gegessen: Künftig könnte es zu einer so genannten Entnahmebegrenzung kommen. Das wäre der Fall, wenn der Grundwasserspiegel die erlaubte Vier-Meter-Marke passiert. „Dann kriegen wir Probleme“, betonte Zahler. Wallgau müsste bei diesem Szenario Trinkwasser über den Notverbund mit Krün beziehen. Beschränkt sich die Situation auf einen kurzen Zeitraum, pumpt die Gemeinde das Wasser den Nachbarn wieder zurück. Dauert es länger, kommt ein finanzieller Ausgleich ins Spiel. Mit den entsprechenden Formalitäten setzen sich die Beteiligten derzeit auseinander. Trotz Verbunds möchte die Gemeinde nicht dauerhaft abhängig von Krün sein.

Wie berichtet, steht deshalb eine Ultraviolett-Anlage im Raum. Mit dieser werden Keime getötet. Welche Kosten dafür zu Buchen schlagen, darüber kann Zahler noch keine Aussage treffen. Er hofft nur, dass die Anlage in die Infrastruktur der bereits bestehenden eingebunden werden kann. „Sonst wird’s richtig teuer“, betont er gegenüber dem Tagblatt. Eines steht für den Bürgermeister aber außer Frage: „Wir wollen nicht chloren. Das kommt nicht in die Tüte.“ Grund allen Übels sind für Zahler die altbekannten Kiesablagerungen in der Isar, die zu hohen Grundwasserständen führen. „Ausbaggern wäre längst überfällig“, sagt er kritisch. Spätestens beim nächsten Hochwasser rechnet er damit.

Von den neuen Vorgaben und den damit verbundenen Investitionen sind auch die Bürger betroffen. „Der Wasserpreis wird steigen“, kündigte Kämmerer Hans Zahler an. „Wir kommen nicht drum rum.“ Doch schon sorgt der Bürgermeister für Entspannung. Sobald sich die kostendeckende Einrichtung amortisiert habe, „geht der Preis wieder runter“.

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