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Teurer als gedacht: Die aktuell laufende Sanierung der Flößerstraße kostet deutlich mehr. 

Gemeinderat muss nachbessern

Wallgauer Flößerstraße wird auch zur finanziellen Baustelle

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Die Sanierung der Flößerstraße kommt teurer als gedacht. Der Gemeinderat muss finanziell ordentlich nachbessern.

Wallgau – Die Sanierung der Flößerstraße wird zu einem ungeahnten Kraftakt für die Gemeinde Wallgau. Ursprünglich rechnete die Kommune bei der Ertüchtigung des unteren, etwa 360 Meter langen Teilabschnitts mit Kosten von 50 000 Euro. Diese Summe hatte man zumindest in den Haushalt eingestellt. Primär sollte es um die Ausbesserung der Trinkwasser-Leitung gehen. Bei den hierzu notwendigen Fräsarbeiten stellte sich allerdings heraus, dass es um die Tragfähigkeit der viel zu dünnen Asphaltdecke nicht gut bestellt ist. „Die Arbeiten sind nicht ganz einfach“, teilte am Donnerstagabend Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) dem Gemeinderat mit.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse musste der komplette Belag herausgerissen werden. Die neue, deutlich dickere und zeitgemäße Schicht soll dem Rathauschef zufolge „Mitte nächster Woche“ aufgetragen werden. Damit ist allerdings ein schmerzhafter Kostenanstieg verbunden. Die Verwaltung rechnet nun mit Bruttokosten von 140 000 Euro. „Da schießen wir ja um 200 Prozent drüber“, verdeutlichte Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Schwaiger (Wählerverein). Ohnehin findet der „Wegmacher“: „Der Baufortschritt auf der Flößerstraße verläuft sehr schleppend, für die Anwohner ist das sehr nervenaufreibend.“

Doch wo soll die ohnehin nicht auf Rosen gebettete Kommune auf die Schnelle knapp 100 000 Euro herbei zaubern? Zumal eine Kreditaufnahme und ein Nachtragshaushalt während der Debatte nicht als Option gesehen wurden. Der einzig gangbare Weg wurde schnell klar: Einige Projekte müssen auf das nächste Jahr verschoben werden. Das gesparte Geld soll dafür in die Flößerstraße fließen. Darauf einigte sich das Ratsgremium einstimmig.

Folgende Vorhaben hat’s erwischt: Abriss des ehemaligen Posthalter-Bungalows (40 000 Euro), Kauf eines Radladers für den Bauhof (geschätzte Kosten 200 000 Euro, staatlich gefördert mit bis zu 170 000 Euro) sowie Staubfreimachung eines landwirtschaftlichen Weges (26 000 Euro). Einen Puffer erreicht die Gemeinde zudem durch frei werdende Mittel bei der Schul-Sanierung. Diese fällt in Sachen Brandschutz bei weitem günstiger aus, da sich der Gemeinderat bekanntlich auf einen Neubau geeinigt hatte. 

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