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Das neue Gewerbegebiet soll hier in der Nähe des Finzbachs und des Kieswerks Achner entstehen.

Gemeinde ist fündig geworden 

Gewerbe in Wallgau: Vier Hektar voll Potenzial

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Lange hat es gedauert, jetzt ist Wallgau einem neuen vier Hektar großen Gewerbegebiet einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Der Gemeinderat beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Wallgau – Es ist ein langer und steiniger Weg, den die Gemeinde Wallgau seit etlichen Jahren auf der Suche nach neuen Gewerbeflächen beschreitet. Ärgerliche Rückschläge musste Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) und seine Verwaltung miterleben. Jetzt scheint Land in Sicht.

Der Wallgauer Gemeinderat hat die Aufstellung des zugrunde liegenden Bebauungsplans für das neue, vier Hektar große Gewerbegebiet nahe dem Kieswerk am Finzbach auf den Weg gebracht. Im Zuge der notwendigen Novellierung des Flächennutzungsplans soll zudem ein Areal für das Kieswerk als Umschlagplatz geändert werden. Kommende Woche wird das Planungsbüro Kurz seine Arbeit aufnehmen. Hernach sollen die Träger öffentlicher Belange befragt werden und Stellung beziehen.

Die Gespräche mit den fünf Grundstückseigentümern – einer davon sind die Bayerischen Staatsforsten – seien erfolgreich verlaufen und stimmen Zahler äußerst optimistisch. Damit werden die heiß begehrten Gewerbeflächen in dem 1400-Seelendorf um 40 000 Quadratmeter erweitert. „Es ist viel Potenzial da“, glaubt der Rathauschef im Hinblick auf die Gewerbetreibenden, die sich gerne in Wallgau niederlassen würden. Das untermauert auch eine Umfrage vor knapp drei Jahren. „Die ist sehr deutlich ausgefallen.“ Nämlich pro neue Betriebsansiedlung. Ein Platzbedarf von mindestens zwei Hektar besteht momentan. Diesen würde das neue und doppelt so große Gewerbegebiet ohne Weiteres bedienen können – mit Luft nach oben. Verabschieden vom alten Gewerbegebiet auf der anderen Seite der Finz wird die Gemeinde sich natürlich nicht. Hier sind auf 1,4 Hektar kleine bis mittelständische Betriebe angesiedelt.

Erstmals wurde auch das bayerische Heimatministerium um Einschätzung der Lage gebeten. Überprüft hatte man die Anbindung an das neue Viertel. Das Ministerium habe „grünes Licht gegeben“ und seine Zustimmung an die Regierung von Oberbayern weitergeleitet. Denn die ortsplanerischen Vorteile liegen laut Zahler auf der Hand: „Der Schwerverkehr muss nicht durch den Ort am Kindergarten vorbei.“ Die Zubringerstraße – noch ein Schotterweg – biegt direkt von der Bundesstraße 11 ins neue Gewerbegebiet ab. Als Anbindung käme ein Kreisverkehr südlich der jetzigen Zufahrt mit Abbiegespur in Betracht. Auch die Gespräche mit der Firma Uniper wurden schon geführt. „Die Tonnagen-Begrenzung muss noch über den Düker nachgewiesen werden.“

Aufgrund der schlechten Erfahrung in der Vergangenheit soll diesmal frühzeitig die Bodenqualität überprüft werden. Denn die Erweiterung des alten Gewerbegebiets sorgte für eine böse Überraschung. Kurz bevor die Gemeinde die Flächen den Staatsforsten abkaufen wollte, bestätigten die Analysen von Probe-Bohrungen Altlasten. Das Ergebnis hatte es in sich: „Bei sechs Schürfen waren vier Treffer, davon zwei Volltreffer“, resümiert Zahler. Das Vorhaben wurde wieder auf Eis gelegt. Nun könnte eine lange Suche glücklich zu Ende gehen.

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