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Führt Gespräche mit den Grundbesitzern: Bürgermeister Hansjörg Zahler.

Gespräche für Alternativ-Fläche laufen

Gewerbegebiet Wallgau: Mit Plan B auf Kurs

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Der Optimismus ist zurück: Nachdem am geplanten Gewerbegebiet an der Isar Altlasten im Boden entdeckt wurden, hat die Gemeinde Wallgau nun eine Alternativfläche gefunden: einen etwa vier Hektar großen Grund. 

Wallgau– Sie sind Mangelware im Landkreis: Viele Gemeinden würden gerne Flächen ausweisen, um Gewerbe anzusiedeln. Doch es fehlt an geeignetem oder verfügbarem Grund. Einen solchen hatte Wallgau an der Isar gefunden. Die Verhandlungen mit den Eigentümern, dem Staatsforst, befanden sich kurz vor dem Abschluss.Dann tauchte das Altlasten-Problem auf. Deshalb bemüht sich die Kommune derzeit um ein anderes Areal, das als Gewerbegebiet dienen soll.

Lange Zeit schwieg Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) über den anvisierten Standort. Jetzt lässt er die Katze aus dem Sack. Es geht um eine etwa vier Hektar große Fläche auf der rechten Straßenseite bei der Zufahrt zur Kiesgrube Achner. Den Kontakt zum Energiekonzern Uniper wegen des Kanals am Dücker wie auch zur Unteren Naturschutzbehörde hat der Rathauschef bereits gesucht. Letztere halte den Standort als vertretbar. Ein bisschen mehr Bammel hatte der Bürgermeister aber angesichts der Einschätzung des bayerischen Heimatministeriums um Markus Söder. Zahlers Befürchtung: Es könnten Schwierigkeiten bei der vorgeschriebenen Anbindung an den Ort auftreten. Inzwischen hat er eine Aussage von höherer Stelle – und Gewissheit: „Es gibt kein Problem bei der Regionalplanung“, betont Zahler. Dafür die Empfehlung, mit dem Flächennutzungs- und Bebauungsplan zu beginnen.

Verhandlungen mit mehreren Eigentümern stehen an

So schnell geht’s dann doch nicht. Der Bürgermeister bekommt es an dem Standort mit gleich mehreren Eigentümern zu tun – zum einen wieder mit den Staatsforsten, zum anderen mit vier privaten. Erste kurze Vorgespräche sind schon über die Bühne gegangen. „Zwei stehen noch aus“, sagt Zahler gegenüber demTagblatt. Die bisherigen Signale stimmen ihn aber zuversichtlich. „Es schaut gut aus.“

Der Optimismus ist zurückgekehrt. „Das ist ein glücklicher Zufall“, sagt Zahler über das potenzielle Gewerbegebiet. Wenn das Vorhaben klappt, würde es die gewerbliche Entwicklung im Ort „unheimlich nach vorne bringen“. Über mangelndes Interesse an Flächen muss er sich keine Sorgen machen. Eine Abfrage vor etwa zwei Jahren ergab, dass ein Platzbedarf von zwei Hektar vorhanden ist. Mit weniger rechnet Zahler auch heute nicht.

Das andere Areal an der Isar mit seinen 1,4 Hektar verliert die Kommune dennoch nicht aus den Augen. Trotz der Altlasten, die bei Bodenuntersuchungen zum Vorschein gekommen waren. Dort sind jetzt erst einmal die Staatsforsten als Besitzer am Zug. Stichwort: Sanierung. Zahler ist nach wie vor froh, dass der Flächentausch noch nicht endgültig abgewickelt wurde und der Gemeinde somit mögliche Scherereien erspart bleiben. Das Interesse, auch auf diesen Flächen irgendwann Gewerbebetrieben ein Zuhause zu bieten, sei ungebrochen. „Es ist wichtig, dass wir Entwicklungsoptionen haben“, sagt der Rathauschef mit Nachdruck. Schon allein um mehr Steuereinnahmen in die Kasse zu spülen.

Vor neuen ungeliebten Entdeckungen im Boden ist der Bürgermeister auf der Hut. Wenn alles nach Plan laufen sollte und der neue Standort in Gemeindebesitz kommen könnte, weiß er, was noch im Vorfeld zu tun ist: „Wir werden auch dort ein Gutachten machen lassen und schauen, ob was drin ist.“

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