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Die Proteste zeigen Wirkung: Der RVO ändert seinen umstrittenen Busfahrplan.

Umstrittener Busfahrplan

Das ging flott: Nach Welle des Protestes bekommen Schüler mehr Busse

Die Welle des Protestes hat Wirkung gezeigt: Der umstrittene Busfahrplan, der seit dem 15. Dezember gilt, wird nach den Weihnachtsferien angepasst. Zumindest teilweise.

Oberes Isartal – Die Welle des Protestes, die die neuen Busfahrzeiten seit dem gestrigen Sonntag im Isartal ausgelöst haben, zeigen Wirkung: Der Fahrplan wird nach den kommenden Winterferien geändert. Wie berichtet, gingen Eltern auf die Barrikaden und schrieben über 54 Brandbriefe an Behörden und Busunternehmen, da sich der neue Fahrplan ungünstig auf den Unterrichtsschluss vieler Isartaler Schüler auswirkte. Nun scheint teilweise eine Lösung gefunden.

Umstrittener Busfahrplan überarbeitet: so sieht er ab 7. Januar 2020 aus:

So wird ab Dienstag, 7. Januar, ein „zusätzlich großer Bus“ um 13.03 Uhr von Garmisch-Partenkirchen direkt ins Isartal fahren, heißt es in einer Presseaussendung der Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO). Ein weiterer wird gegen 7.25 Uhr morgens von Garmisch-Partenkirchen über Mittenwald bis nach Wallgau eingesetzt. Eigentlich war diese Linie erst für den Sommerfahrplan gedacht. Aber sie sei „eine wichtige Verbindung für Berufspendler“, sagt Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU). Er saß mit seinen Isartaler Amtskollegen Adolf Hornsteiner (CSU) aus Mittenwald, Wallgaus Rathauschef Hansjörg Zahler (CSU) und Thomas Holz, Bürgermeister der Gemeinde Kochel am See, mit Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bei einer spontanen Sitzung am Freitag im Landratsamt zusammen. Trotz der Optimierung war ihnen wichtig, das neue Taktkonzept beizubehalten. Somit wurde keine Fahrt wieder gestrichen und um 13.03 Uhr fährt nach wie vor ein Bus nach Mittenwald. „Mich freut es besonders, dass wir den Taktfahrplan nicht verändern müssen“, sagt Ralf Kreutzer von der RVO. Er hofft, dass die Verbesserungen wie die Schülerfreifahrten, das Seniorenticket und der Taktfahrplan wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Federführend für die zeitnahe Umsetzung war Zahler, der als erster mit den besorgten Eltern Kontakt aufnahm und die wegweisende Zusammenkunft eingeleitet hat, sagt Vroni Stelzl. Sie und die anderen Betroffenen sind nun „total glücklich“. Gleich sieht es Zahler: „Wir sind froh, dass in kürzester Zeit eine Lösung für das drängendste Problem der Schüler zur Mittagszeit gefunden worden ist.“

Es ist eine kurzfristige Verbesserung: Noch ist Luft nach oben

Dennoch handelte sich nur um eine kurzfristige Verbesserung für den Schulbus zwischen Garmisch-Partenkirchen, Krün, Wallgau und Walchensee. In weiteren Besprechungen sollen die restlichen Punkte, die die Eltern am neuen Fahrplan kritisieren, in Angriff genommen werden. „Wir wollen den Fahrplan mit den Schulzeiten noch besser abstimmen“, versichert Schwarzenberger. Diese Änderungen werden allerdings erst mit der Umstellung auf den Sommerfahrplan im Mai 2020 umgesetzt werden können. „Wir versuchen dann weiterhin, den Fahrplan zu optimieren und zu verbessern“, verspricht auch Landrat Speer gegenüber dem Tagblatt.

Für Stelzl und ihre Mitstreiter gibt es trotz aller Verbesserungen noch durchaus Luft nach oben. So wollen sie beispielsweise den Bus frühmorgens nach Garmisch-Partenkirchen im Auge behalten, ob der genug Platz für die Schüler aus Barmsee bietet. Diese müssen nämlich bisher während der rund 25-minütigen Fahrt stehen. Auch hoffen sie auf weitere Verbindungen im Sommerfahrplan ab Mittag bis Nachmittag zurück ins Isartal. 

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