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20-Jähriger musste sich vor Gericht verantworten

„I kill you!“: Somali droht mit Messer

Binnen kurzer Zeit hatte ein Flüchtling aus Wallgau schon wieder einen Termin vor dem Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen. Im Suff soll er einem Mitbewohner mit dem Tod gedroht haben. Das wurde mit Freizeitarrest geahndet.

Wallgau – Die drei Worte waren unmissverständlich: „I kill you – ich töte Dich“, soll der 20-jährige Somalier mit 2,0 Promille Alkohol im Blut in der Wallgauer Asylbewerber-Unterkunft zu einem gleichaltrigen Afghanen gesagt haben. Es blieb nicht nur bei Worten: Mit einem 22 Zentimeter langen Messer, das er kurz vorher in der Küche des 30 Personen fassenden Hauses entwendet hatte, bedrohte er den Mitbewohner. Und das lediglich wegen eines Lautsprechers. Diesen hatte der Mann vom Hindukusch den anderen Flüchtlingen für eine lautstarke Feier geliehen. Nun wollte er das Gerät zurück haben. Der kruden Drohung folgte glücklicherweise nicht die Tat. Dennoch saß der Somali nun in Garmisch-Partenkirchen als Angeklagter vor Amtsrichter Dr. Benjamin Lenhart und gab sich reuig. Schließlich war der jüngste Fall bereits seine zweite Straftat in Deutschland, nachdem er schon Monate vorher Widerstand gegen Polizisten geleistet hatte. Deshalb fiel die aktuelle Jugendstrafe deutlich aus: Ein Wochenende Freizeitarrest, sechs Suchtberatungen bei Condrobs und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit.

Laut Staatsanwaltschaft hat sich der Vorfall am Abend des 23. Oktober 2017 ereignet, nachdem in der Flüchtlings-Unterkunft mit viel Musik und einigem Alkohol gefeiert worden war. Schon dabei soll es zwischen dem Somali und dem Afghanen zu einem Streit gekommen sein, bei dem Ersterer den anderen zu Boden gerissen und gekratzt hatte.

Doch diese eher kleine Straftat stellte der Richter ein. Verhandelt wurde stattdessen die Messer-Bedrohung, für die der 20-Jährige nur die Ausflucht hatte, er hätte zuviel getrunken. Lenhart teilte ihm, der von sich behauptete, er habe sogar einen Mittelschul-Abschluss, daraufhin unmissverständlich mit, „dass wir uns jetzt schon zweimal gesehen haben“ – bei der Verhandlung über dessen erste Straftat und nunmehr, da es um die Bedrohung im Oktober geht. „Sollten wir uns noch ein drittes Mal treffen, dann scheppert’s wirklich.“

Der Staatsanwalt beantragte daraufhin 40 Sozialstunden und einen Freizeitarrest, während Verteidiger Michael Röhrig für eine mildere Ahndung plädierte. Doch der Richter verdeutlichte mit seinem Urteil wie ernst er er seine Ankündigung gemeint hatte.

Wolfgang Kaiser

Rubriklistenbild: © dpa

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