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Es hagelt Brandbriefe

Neue Busfahrzeiten im Isartal sorgen für eine Welle des Protestes

Der neue Bus-Fahrplan zwischen Garmisch-Partenkirchen und Kochel sorgt für eine Protestwelle im Isartal: Es hagelt Brandbriefe.

Wallgau/Krün Kürzlich wurde in Wallgau der Bus-Fahrplanwechsel ab dem 15. Dezember im Isartal sowie das neue Konzept vorgestellt. Dabei wurden unter anderemdie Verbesserungen für den touristischen Bereich in den Vordergrund gerückt. Die Umstellung auf den täglich stündlichen Takt birgt aber gravierende Nachteile für die Fahrschüler. Deren Interessen kämen darin viel zu kurz, sind sich die Eltern sicher. Der große Wurf entwickelte sich teilweise zum Bumerang. Vroni Stelzl aus Wallgau machte nun mit insgesamt 54 betroffenen Eltern in vielen Brandbriefen an Landratsamt, die Isartaler Gemeinden, den Regionalverkehr Oberbayern (RVO) und an die Alpenwelt Karwendel auf die Verschlechterungen aufmerksam.

Nach dieser Umstellung werden die Kinder der Krüner Ortsteile Barmsee und Bärnbichl in Garmisch-Partenkirchen mittags Wartezeiten mit bis zu 40 Minuten in Kauf nehmen müssen. Um 13.03 Uhr fährt künftig der Bus über Mittenwald ins Isartal. Das verlängert auch die Fahrzeit. In Wallgau kommen sie erst um 13.50 Uhr an. „Warum kann man diesen Bus nicht direkt nach Wallgau fahren lassen?“, fragen sich die Eltern. Diesen würden zu 95 Prozent die Schüler nutzen. Die Gäste könnten auch mit der Linie um 13.25 Uhr fahren, stellen sie fest. Da hätten sie auch mehr Platz. 

Zudem sorgt die gestrichene Busverbindung um 14 Uhr für Ärger. Das bedeutet für Schüler, die um 13.30 Uhr Schulschluss haben, dass der nächste Bus erst um 15.25 Uhr nach Wallgau fährt. „Da kann ich das Skiclubtraining gleich abblasen“, klagt auch Trainer Robert Hütten aus Krün. Eine Welle des Protestes macht sich im Isartal breit. Die Schülerin Anna Nordhaus würde sich mehr Verstärker wünschen: „Die drei Frühbusse sind immer voll. Viele Kinder müssen stehen. Das trifft auch mittags zu. Beim Einsatz zusätzlicher Busse hätten auch die Schüler vom Barmsee die Chance auf einen Sitzplatz, was ja auch der Sicherheit dienen würde“, sagt sie. „Warum wir jetzt über Mittenwald fahren sollen, verstehe ich nicht.“ Mit dieser Meinung ist sie nicht alleine.

Behörden reagieren auf Brandbriefe besorgter Eltern

Das Landratsamt, die Bürgermeister und der RVO reagierten auf den gewaltigen Gegenwind. In einem mit Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und den Isartaler Bürgermeisterkollegen abgestimmten Schreiben an die Eltern erläutert der Krüner Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) stellvertretend das Zustandekommen der Änderungen. Für die Inhaber der AlpenweltCard ist die Nutzung der erweiterten RVO-Buslinien gratis. Bei der jetzigen Umstellung wurde zu wenig auf die Kompatibilität mit den Stundenplänen geachtet, wird unumwunden eingeräumt.

Nach Gesprächen mit RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer zeigt sich Schwarzenberger vorsichtig zuversichtlich, dass zumindest für das Hauptproblem, dem Schulschluss um 12.45 Uhr, eine Lösung gefunden wird. Die anderen Vorschläge der Eltern sollen – soweit möglich – im Sommerfahrplan berücksichtigt werden.

Auch der RVO zeigt Gesprächsbereitschaft: „Wir nehmen die eingegangenen Sorgen ernst. Das neue Konzept soll für alle da sein, wir wollen den Nahverkehr verbessern“, heißt es in einem Schreiben aus dem Kundencenter in Weilheim.

Runder Tisch soll helfen, Lösungen zu finden

Landrat Anton Speer kündigt ein Treffen zur Verbesserung der Situation für die Schüler an. Am morgigen Freitag um elf Uhr ist ein runder Tisch mit den Entscheidungsträgern im Landratsamt angesetzt. „Unser Ziel ist, durch den Einsatz zusätzlicher Busse die entstandene Lage zu verbessern.“ Damit scheint vorerst der Wind aus den Segeln genommen zu werden, bevor sich aus dem Sturm im Wasserglas ein Orkan entwickelt. „Wir hoffen, dass es keine leeren Worte sind“, sagt Stelzl.

VON LEONHARD HABERSETZER

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