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Monarchen unter sich: Bernhard Rieger als Märchen-Kini posiert mit der bayerischen Bierkönigin Sabine Anna Ullrich fürs Erinnerungsfoto.

Wallgauer auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin 

Bernhard Rieger - das Gesicht Oberbayerns

Egal ob als Lüftlmaler oder als König-Ludwig-Double – der Wallgauer Künstler Bernhard Rieger hat bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin in vielerlei Hinsicht eine gute Figur gemacht. Sogar im chinesischen Fernsehen war der Isartaler zu sehen.

Berlin/Wallgau – Eine Foto-Audienz mit dem Kini? Da kann selbst die bayerische Bierkönigin Sabine Anna Ullrich nicht Nein sagen. Und er macht schon was her, der Wallgauer Bernhard Rieger (35) im feinen Monarchen-Zwirn. In gönnerhafter Pose scheint er förmlich durch die Hallen der Internationalen Tourismusbörse zu schweben – ganz entrückt wie sein Wittelsbacher Vorbild. Riegers märchenhafter Auftritt macht auch auf ein Kamerateam des chinesischen Staatsfernsehens Eindruck. Schnell sind Aufnahmen mit martialischen Kung-Fu-Kämpfern im Kasten.

Seine Rolle beherrscht Rieger bei der ITB eine Woche lang perfekt. Seit Herbst 2015 ist der Wallgauer das Gesicht der Kampagne von Tourismus Oberbayern. Die Verantwortlichen des Verbands wollen bei ihrer PR-Offensive weg vom verstaubten Lederhosen-Image. Sie suchen das Ausgefallene, aber trotzdem Bodenständige – und wurden bei Bernhard Rieger fündig.

Botschafter par excellence

Sein Motto lautet: „Alt und modern krass kombinieren.“ Das Schönste dabei: „Ich brauche mich nicht verstellen.“ Mit seiner Schiebermütze und dem markanten Spitzbart verkörpert er einerseits weltmännisches Flair eines Bohèmes, andererseits leugnet der „Hoatz“ – so sein Hausname – niemals seine Herkunft. Mehr noch: Er ist stolz auf seine oberbayerische Heimat, deren Tradition und Brauchtum. Ein Botschafter par excellence für das Tourismusland Bayern.

Mit Smudo vor der Kamera

Der medial versierte Rieger, der auch schon bei TV-Shows neben Promis wie Kim Fischer oder Smudo eine gute Figur gemacht hatte, ging in seiner Rolle in Berlin vollends auf. Vor allem weil er vor großem Publikum sein eigentliches Metier – die Lüftlmalerei – präsentieren durfte. So zauberte er ganz im Stil der bayerischen Romantik auf einer verputzten Stadelwand ein Motiv mit Werdenfelser Bauersleuten vor dem Wettersteinmassiv mit Alpspitze, Zugspitze und Waxenstein. Den Schritt zur Gegenwart schafft Rieger wie so oft mit einem Gag. In diesem Fall ist es die Einarbeitung eines Herzens aus Holz, das der Künstler und sein Bruder Wolfgang schon lange Zeit um die Welt klopfen lassen.

Minister Herrmann zu Gast

Nicht selten schauten auch prominente Schaulustige dem Lüftlmaler aus dem Oberen Isartal über die Schulter – Schauspielerin Maria Munz (Rosenheim-Cops) oder Bayerns Innenminister Joachim Herrmann oder Wirtschafts-Staatssekretär Franz Josef Pschierer. „Das waren recht gute Gespräche“, fasst Rieger die gesammelten Eindrücke zusammen. Die stressigen Tage an der Spree in der pulsierenden Großstadt möchte der vielseitige Mann aus der Provinz nicht missen.

Wie lange Bernhard Rieger noch das Gesicht Oberbayerns ist, weiß der Wallgauer nicht. Jetzt freut er sich erst einmal auf den Gedankenaustausch mit den anderen weißblauen Botschaftern in vier Wochen in Niederbayern. Konkret gesagt, geht’s für ihn zum sogenannten Kick-Off-Meeting. „Da sind schräge Leute, da rührt sich was, das ist unheimlich energie-geladen.“ Genau das richtige für einen, der den Spagat zwischen Tradition und Moderne beherrscht.

Christof Schnürer

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