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Um diese Immobilie geht‘s: der Kirchenböbl im Zentrum Wallgaus.

Die unendliche Geschichte geht weiter

Kirchenböbl-Debatte: Informationen sollen fließen

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Das Beste kommt zum Schluss, könnte man sagen: Als Punkt neun von neun ist in der nächsten Gemeinderatssitzung wieder einmal der Kirchenböbl dran. Diesmal geht‘s unter anderem um den Erbbaurechtsvertrag.

Wallgau – Das Thema hat einen langen Bart. An Brisanz verliert es trotzdem nicht. Was mit dem Kirchenböbl in Wallgaus Ortsmitte passieren soll, ist nach wie vor ein Politikum. Der Druck auf den Gemeinderat, eine Entscheidung zu treffen, wächst, weil sich die Sache seit Jahren zieht. Die Bürger drängen auf ein Ergebnis. Bei der nächsten Sitzung des Gremiums am Donnerstag, 23. November (20 Uhr),  kommen nun die neuesten Erkenntnisse auf den Tisch.

Die Gemeinderäte Hans Baur (Junge Mitarbeiter), Robert Kuplwieser (CSU), Julia Schwarzenberger, Karlheinz Schwaiger und Bernhard Wilde (Wallgauer Wählerverein) reichten einen Antrag ein. Sie wollen in Erfahrung bringen, was sich seit der Sitzung im September getan hat. Unter anderem, ob die Leismüller-Brüder mit den Landwirten zusammenarbeiten würden – und andersherum. „Es sollen Informationen fließen“, sagt Wilde. Wie er gehört habe, soll es Kontakt gegeben haben.

Von Seiten der Gemeinde versuchte man, die „Gesprächsgrundlagen zu forcieren“, berichtet Hansjörg Zahler (CSU). Der Bürgermeister habe schriftlich mit den Beteiligten korrespondiert, die ihre Standpunkte präzisierten. Nur der direkte Draht zwischen den Leismüllers und den Bauern scheint verbesserungsfähig.

Allen fehlen bedeutende Basis-Infos, falls die künftige Nutzung des historischen Gebäudes über einen Erbbaurechtsvertrag abgewickelt werden soll. Notar Klaus Ochs hatte im September diese Option als sinnvoller erachtet, als das Anwesen in eine Stiftung zu überführen. Mit dieser Möglichkeit kann sich Zahler anfreunden, solange die „abgesteckten Konditionen“ erfüllt werden. Genau diese Spielregeln muss die Kommune noch festzurren. „Wir müssen uns Gedanken machen, was wir in einen solchen Vertrag reinschreiben“, sagt Baur. „Man kann damit viel regeln.“ Zum Beispiel die Laufzeit oder die Zweckbestimmung. Erst dann können die Interessenten Aussagen treffen, ob sie die Bedingungen akzeptieren.

Baur hält die Variante mit dem Erbbaurechtsvertrag für den „Königsweg“. Vor allem, weil auf die Gemeinde keine Kosten zukämen, sie durch den Erbbauzins noch Geld erhalten würde. Risiken darf Wallgau nicht eingehen. Baur drückt’s poetisch aus: „Weil wir arm sind, müssen wir früher sterben.“

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