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Zurück zu alter Stärke: Das Wallgauer Bauerntheater mit Spielleiter Hans Zahler (r.) will nach dreijähriger Pause an frühere Zeiten anknüpfen. Von dem auf dem Foto abgebildeten Ensemble von 2014 sind noch (vorne v. l.) Sepp Rappensberger, Regina Sprenger und Elisabeth Berg (hinten 4. v. l.) übrig geblieben. 

Comeback mit heiterem Dreiakter - Premiere am 23. Juli

Nach drei Jahren Pause ist das Bauerntheater in Wallgau zurück

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Warum das Bauerntheater in Wallgau seit 2017 kein Stück mehr gezeigt hat, weiß kaum einer. Über die Gründe wird geschwiegen. Wichtig ist nun: Die Gruppe ist zurück. 

Wallgau – Drei Jahre Pause sind genug: Das Wallgauer Bauerntheater meldet sich zurück auf der Bühne. „Dümmer als die Polizei erlaubt“ heißt der lustige Dreiakter, der am 23. Juli im Haus des Gastes Premiere feiert.

„Es ist ein bisschen was anderes“, meint Ensemblechef Hans Zahler. Was er damit liebevoll umschreibt: Der Schwank ist eher leichte Kost. Die bekommt dem 57-jährigen Gemeinde-Kämmerer nicht so gut, liebt der Vollblut-Theaterer doch Stücke mit Tiefgang. Erinnert sei an das von ihm verfasste Drama „Die Unfreien“, das 2018 im Rahmen der Landesausstellung auf der Isar-Floßbühne das Publikum zum Nachdenken angeregt hatte.

Das Bestreben Zahlers, ein stückweit ernster zu werden, führte im Sommer 2017 offenbar zum Bruch. Warum das traditionsreiche Bauerntheater vor zwei Jahren auseinander fiel, weiß bis heute keiner so recht. Hinter den Kulissen herrschte damals eine Mauer des Schweigens. „Ich möchte nichts dazu sagen“, gab sich selbst der ansonsten aussagefreudige Zahler seinerzeit kleinsilbig.

Theaterer aus Wallgau Comeback nach „Der Gespenstermacher“

Alles Schnee von gestern. Nach dem 2016er-Knaller „Der Gespenstermacher“ feiern die Theaterer also ein Comeback. Eine wichtige Rolle soll dabei dem Vernehmen nach Sepp Rappensberger gespielt haben. Der „Rabe“ kontaktierte Zahler mit der Bitte, wieder die Theatergruppe zu reanimieren. Schließlich ist diese seit jeher eng verbunden mit den Gebirgstrachtlern. Und die Simetsbergler feiern bekanntlich 2020 ihr 100-jähriges Jubiläum. Da kann leichte Muse, die obendrein Geld in die Vereinskasse spült, nicht schaden.

Also werden wieder fleißig Szenen einstudiert. Neben den arrivierten Kräften Zahler, Karl-Heinz Schwaiger und Elisabeth Berg sind Sophie Holler, Maria Sperer, Robert Holzer und Margaretha Berg (Souffleuse) neu im Team. „Seit zwei Monaten wird geprobt“, berichtet der Spielleiter. Allerdings musste der avisierte Zeitplan um gut einen Monat nach hinten korrigiert werden. So hebt sich der Premierenvorhang nicht, wie zunächst angekündigt, am kommenden Dienstag, sondern erst am 23. Juli.

„Als alter Theaterer bin ich einfach nur froh“, sagt Zahler. „Ich hoffe, dass es jetzt die jungen Leute in die Hand nehmen.“

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