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An der Spitze der Bank: (vorne v. l.) Vorstand Matthias Breith, Zweigstellenleiter Bernhard Benz, Vorstand Peter Reindl, Aufsichtsratvorsitzender Hans-Jürgen Müller, (dahinter v. l.) Alois Stelzl, Markus Sperer und Albert Neuner junior. 

Raiffeisenbank Wallgau-Krün legt Zahlen vor

Trotz der Bankenkrise: Kleines Geldinstitut behauptet sich

Die verhältnismäßig kleine Raiffeisenbank Wallgau-Krün trotzt der Bankenkrise: Das Geschäftsjahr 2017 verlief positiv. Ein Rückzug ist nicht geplant. Im Gegenteil: Es wird sogar investiert.

Wallgau – Die als Genossenschaft organisierte Raiffeisenbank Wallgau-Krün – das Geldinstitut betreibt in den beiden Isartal-Gemeinden zwei Filialen sowie ein Lagerhaus – präsentierte ihren 977 Mitgliedern auf der 101. Generalversammlung im Wallgauer Haus des Haus die Zahlen des Geschäftsjahres 2017. Vorstandsvorsitzender Peter Reindl betonte, dass die Standorte nicht von der Fusionswelle in der Branche und dem Bankenrückzug betroffen seien und deshalb eine Schließung nicht in Frage komme. „Wir haben unseren Pachtvertrag in Krün erst um fünf Jahre verlängert und dort mit Diplom-Bankbetriebswirt Bernhard Benz einen anerkannten Zweigstellenleiter“, erklärte er. Ende 2017 wurden seinen Angaben zufolge drei Bankautomaten ausgetauscht und im Frühjahr 2018 die neue Lagerhalle in Wallgau fertiggestellt.

    Die Zahlen sprechen für sich: Die Bilanzsumme konnte 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 45,4 Millionen Euro gesteigert werden. Die Kundeneinlagen wuchsen um 5,6 Prozent auf 40 Millionen Euro, das Kundenvolumen legte um 6,8 Prozent auf 86,1 Millionen Euro zu. Der Bilanzgewinn fiel mit 37 000 Euro niedrig aus. Die Gründe: ein erhöhter Verwaltungsaufwand, der Bau der neuen Lagerhalle und der neu beschaffte Fuhrpark.

    Die Raiffeisenbank kann eine Dividende von 2 Prozent sowie zusätzlich einen Bonus von bis zu 7,3 Prozent an die Mitglieder ausschütten, die im Besitz von Anteilscheinen sind. Zudem konnten die Rücklagen aufgestockt werden. Derzeit werden rund 2800 Kunden betreut. Durch den persönlichen Service in beiden Zweigstellen mit ganztägigen Öffnungszeiten an vier Werktagen und dem Mittwoch als Beratungstag könne sich das Haus „deutlich von der Konkurrenz absetzen“, sagte Reindl. In den Filialen kümmern sich wie schon im vergangenen Geschäftsjahr im Bankgeschäft neun Mitarbeiter (davon zwei in Teilzeit) und im Warengeschäft zehn Mitarbeiter (davon fünf in Teilzeit) um die Kunden.

    Über die Entwicklung des Raiffeisen-Marktes informierte Lagerleiter Alois Stelzl. „Wir haben unser Angebot um Elektrotechnik, Sanitärartikel und gewisse Lebensmittel erweitert. Heuer bekommt der Eingangsbereich an der Südseite noch einen Vorbau mit Rampe, so dass der Markt auch mit Einkaufswagen befahren werden kann“, berichtete er. Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Jürgen Müller bestätigte nach seiner Überprüfung die Arbeit der Geschäftsführung und Vorstandsmitglieder. „Durch eine ausgewogene Geschäftsabwicklung sind Kreditgeschäfte und Vermögenslage positiv“, sagte er.

 Die Mitglieder votierten daraufhin einstimmig für die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Bei der Wahl zum Kontrollgremium wurde Albert Neuner junior (Hackl) einstimmig für drei weitere Jahre gekürt.

Wolfgang Kunz

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