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Anonymer Brief mit Vorwürfen

Sanierung der Wallgauer Schule: Hat der Bürgermeister Fördergelder in den Sand gesetzt?

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Im Wallgauer Gemeinderat geht es wieder einmal um die Sanierung der Grundschule. Pünktlich zum Schulstart geistern deswegen schon wieder neue Gerüchte im Dorf herum.

Wallgau – Dass die Sanierung des über 100 Jahre alten Schulgebäudes ein heißes Eisen ist, hatte bereits der Brandbrief besorgter Eltern im Juli bewiesen. Diese fürchteten ob des Bauzustands um die Sicherheit ihrer Kleinen.

Nun, pünktlich zum Start ins neue Schuljahr, machen neuerdings Gerüchte die Runde. In einem ans Tagblatt zugespielten Schreiben werden wieder starke Geschütze gegen Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) aufgefahren. Dem Rathauschef wird vorgeworfen, dass er innerhalb von drei Monaten den übergeordneten Stellen drei Angebote hätte vorlegen müssen, damit die Gemeinde einen Staatszuschuss in Höhe von 120 000 Euro abrufen kann. „BM Zahler war aber nicht in der Lage, diese Auflagen zu erfüllen, somit hat die Gemeinde 120 000 Euro in den Sand gesetzt.“

Der Bürgermeister, darauf angesprochen, kann darüber nur mit dem Kopf schütteln. „Es wurden keine Fördergelder vergeigt“, stellt Zahler unmissverständlich klar. Weiter bestätigt er, dass die neuen, feuer-hemmenden Türen inzwischen eingeputzt seien.

Die Mär, dass in dem altehrwürdigen Komplex Feuerschutzwände fehlen, kann der ehemalige Vize-Feuerwehr-Kommandant Zahler noch viel weniger nachvollziehen. „Denn in dem ganzen Brandschutz-Konzept gibt es keine Feuerschutzwände!“

Vielleicht sind die Fakten, die der Bürgermeister am Mittwoch dem Gemeinderat in seinem Sachstandsbericht präsentieren will, so stichhaltig, dass Gerüchte über die Schulsanierung irgendwann in Wallgau verstummen.

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