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Soll bald zur Baustelle werden: die Grundschule in Wallgau

Diskussion im Gemeinderat

Wallgauer Schule wird zur Baustelle

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Als „komplexe Maßnahme“ bezeichnet Bürgermeister Hansjörg Zahler die Sanierung der Grundschule Wallgau. Die Gemeinde erhofft sich üppige Staatszuschüsse.

Wallgau – Hansjörg Zahler (CSU) kassierte eine Absage. Der ortsansässige Architekt, der mit der Schulhaus-Sanierung in Wallgau beauftragt werden sollte, erteilte dem Bürgermeister einen Korb. Doch das Schicksal war dem Gemeindechef wohlgesonnen. Es dauerte keine fünf Minuten, da klingelte das Telefon. Am Apparat: ein anderer Architekt. Und dieser nimmt sich der Aufgabe an.

Als Projektsteuerer soll der Fachmann die „komplexe Maßnahme“, wie sie Zahler wegen der vielen Gewerke im Gemeinderat bezeichnete, koordinieren und sich um die Planung kümmern. Neben einer Dach-Sanierung bedarf es auch einer energetischen.

Jetzt geht es aber erst einmal darum, den Brandschutz den aktuellen Standards anzupassen. Ein nötiges Unterfangen. Denn im Lauf der Zeit haben sich die Vorgaben geändert. Der erste Schritt ist bereits erledigt: Eine provisorische Gerüst-Treppe dient als zweiter Fluchtweg. Auf dem Programm steht außerdem, zwei Eingangstüren zu verlegen, Rauchabschnitte zu bilden und die Fenster auszutauschen. Die neuen Exemplare müssen bis Mai bestellt sein, damit sie rechtzeitig in Wallgau eintreffen. Heißt: In den Sommerferien verwandelt sich die Schule in eine Baustelle. In dieser Zeit werden die Fenster eingebaut und der Brandschutz ertüchtigt. Mit rund 80 000 Euro rechnet die Gemeinde für die diesjährigen Arbeiten.

Es gibt aber eine Chance, günstiger davonzukommen. Zahler brachte das staatliche Förderprogramm für die Sanierung von Schulgebäuden ins Spiel. „Wir werden uns um Zuschüsse bemühen“, sagte er. Und die könnten üppig ausfallen. Denn erfüllt die Gemeinde die Voraussetzungen – zum Beispiel eine niedrige Steuerkraft – wäre es möglich, dass das Projekt mit 85 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst wird, erläuterte Kämmerer Hans Zahler. Die Quote gelte nicht nur für Brandschutz und Fenster, sondern für das gesamte Sanierungs-Paket. „Wir brauchen eine Einschätzung von einem Fachmann“, merkte der Kämmerer an.

Am liebsten aufs Gaspedal drücken würde Vize-Rathauschef Karl-Heinz Schwaiger. Dem Vertreter des Wählervereins – von der Gruppierung kam die Anfrage zum Stand der Dinge – kann es gar nicht schnell genug gehen. Zahlers Stellvertreter drängte förmlich darauf, das Vorhaben zügig zu planen. Dem kommt der Bürgermeister gerne nach. Gerade, weil die Zukunft der Einrichtung angesichts der sinkenden Schülerzahlen bereits auf der Kippe stand – nach derzeitiger Entwicklung aber gesichert ist.

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