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Redebedarf sieht Karl-Heinz Schwager. 

„Kein Misstrauen“ - oder doch? 

Klare Aufforderung an Wallgauer Bürgermeister

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Mit gleich drei Anträgen des Wallgauer Wählervereins darf sich am  Donnerstag der Gemeinderat befassen. Unter anderem wird die Verwaltung aufgefordert, eine Bürgerversammlung einzuberufen.

Wallgau – Wallgaus Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Schwaiger will der Sache – zumindest nach außen hin – nicht zu viel Bedeutung beimessen. „Das ist kein Misstrauen“, beteuert der Mann vom Wählerverein. Dessen Antrag für die Gemeinderatssitzung ließt sich dennoch komisch. Schwaiger und Co. fordern die Verwaltung in persona Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) auf, eine Bürgerversammlung einzuberufen. Der Hintergrund: „Wir wollen mehr Transparenz. Der Bürger soll die Gelegenheit bekommen, Fragen zu stellen.“ Schwaiger zufolge liegt die letzte Bürgerversammlung ohnehin „fünf Jahre zurück“. Dabei sollte ein solches Forum jedes Jahr stattfinden – „so steht’s in der Gemeindeordnung“.

In der Vergangenheit scheint das in Wallgau niemand gestört zu haben, obwohl das Tagblatt bereits im März 2017 auf dieses Versäumnis hingewiesen hatte. Nun also gehen Schwaiger und seine drei Fraktionskollegen in die Vollen. Wobei die Vorgehensweise schon unüblich ist. Die Bürgerversammlung per Antrag einzufordern, sie sozusagen dem Rathauschef zu diktieren, kommt irgendwie einem Misstrauensvotum gleich.

Der Adressat möchte darauf nicht weiter eingehen. „Jeder kann einen Antrag stellen, wie er mag“, meint Gemeindechef Zahler. Wobei er durchaus zugesteht, dass die Vorgehensweise ihn ein wenig verwundert – zumal die Offensive von der Gruppierung seines Stellvertreters kommt. Doch spätestens seit der langwierigen Kirchenböbl-Debatte hat die Männerfreundschaft Zahler/Schwaiger eine gehörige Schlagseite abbekommen. Auch dieser politische Dauerbrenner findet sich ein weiteres Mal auf der Tagesordnung, die noch zwei weitere Anträge des Wählervereins beinhaltet. Dem sind anscheinend nicht nur die Stromkästen auf dem Dorfplatz ein Dorn im Auge, sondern auch der angeblich beste Freund des Menschen beziehungsweise dessen Hinterlassenschaft. In der morgigen Debatte soll nämlich nicht nur eine Hundehalte-Verordnung erlassen werden. Des Weiteren sollen zusätzliche Hundetoiletten aufgestellt, die Hundesteuer erhöht und eine Hunde-Kurtaxe eingeführt werden.

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