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Einfach einladend: Die Holzhütten beim Mittenwalder Christkindlmarkt gefallen auch den Wallgauern. 

Adventsmarkt der Sinne

Mittenwalder Budenzauber mit Vorbildcharakter

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Sie sind eine Augenweide, die selbstgefertigten Holzhütten des Mittenwalder Christkindlmarkts. Nun will Wallgau nachziehen und selbst welche anschaffen für den diesjährigen Adventsmarkt der Sinne.

Für Hotelier Bernhard Neuner junior („Posthalter“) aus Wallgau ist klar, wie der Hase läuft. Sollten die Hygiene-Vorschriften künftig strenger werden, sind offene Stände bei Christkindlmärkten sowieso bald tabu. „Dann wird es nur mehr geschlossene geben“, mutmaßte der CSU-Mann in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Bislang mussten die Wallgauer allerdings die geschlossenen Holzhütten, wie sie in Mittenwald und Krün unter anderem zur Vorweihnachtszeit, aber auch zu besonderen Anlässen wie dem Obama-Empfang 2015 zum Einsatz kommen, immer wieder ausleihen. „Ein Riesenaufwand“, verdeutlicht Neuner. Das sei kein Dauerzustand, weshalb sich Wallgau nun etwas Eigenes anschaffen solle.

„Wallgau Aktiv“ gibt Anstoß

Neuners CSU-Fraktion und der Wallgauer Wählerverein haben sich nun mit einem entsprechenden Antrag an die Gemeinde gewandt. Den Anstoß hatte zuvor der Verein „Wallgau Aktiv“ gegeben, der den publikumsträchtigen Adventsmarkt der Sinne auch in diesem Jahr organisiert.

Mindestens fünf Holzhütten nach Mittenwalder Vorbild sollen angefertigt werden. „Das wäre ein Anfang“, findet Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU). Denn eigentlich sind es 15 Stände beim Wallgauer Adventsmarkt. „Die restlichen holen wir uns dann leihweise dazu von den Nachbarorten.“ Das sei schließlich der Alpenwelt-Karwendel-Gedanke, „dass man sich gegenseitig hilft“.

Doch woher die fünf Marktstände in geschlossener Bauweise kommen sollen, muss erst noch besprochen werden. Dass der örtliche Bauhof selbst die Hütten fertigt, sei „nur bedingt möglich“, schränkt der Rathauschef ein. Zahler spricht von Kosten in Höhe von 3500 bis 4000 Euro pro Stand.

Klärung von Details

„Das entsprechende Werkzeug ist nicht da“, informiert Bauhof-Chef Franz Breith. Da er auch noch nicht weiß, wie die Schneeverhältnisse heuer werden, kann er nicht garantieren, dass er die mindestens zwei benötigten Arbeitskräfte entbehren kann. Zudem fehlt es auch an Platz, um die Hütten anzufertigen. Also will die Gemeinde das Vorhaben an eine externe Firma vergeben.

Alles schön und gut: Aber wenn die Hütten da sind, wo sollen sie gelagert werden? Diese Frage stellt sich Vizebürgermeister Karlheinz Schwaiger (WWV). Schließlich sei das auch ein Problem in Mittenwald. Dort finden die 40 Buden gerade so Platz in der Nemayer-Halle in Bahnhofsnähe. Zudem will Schwaiger noch darüber diskutieren, welche Ausstattung die Hütten brauchen.

Der Gemeinderat beschloss deshalb einstimmig, dass die näheren Einzelheiten in der nächsten Bauausschusssitzung auf die Tagesordnung kommen. Dann wird der 20 000-Euro-Auftrag für fünf Holzhütten öffentlich ausgeschrieben.

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