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Steht bereit: Neuling Florian Holzer.

Gemeinderat Wallgau

Rathaus-Vize-Posten: Stimmenkönig Florian Holzer will’s wissen

  • VonChristof Schnürer
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Für Spannung ist gesorgt im Vorfeld der Konstituierenden Sitzung des Wallgauer Gemeinderats am 7. Mai: Sowohl der Wählerverein als auch die CSU schicken einen Anwärter ins Rennen um den Zweiten Bürgermeister. Einer von ihnen ist mit Florian Holzer ein Polit-Neuling.

Wallgau – Wer wird dem neuen Wallgauer Rathauschef Bastian Eiter (Wählerverein) die nächsten sechs Jahre als Stellvertreter zur Seite stehen? Eine Frage, die am kommenden Donnerstag irgendwann gegen 20 Uhr beantwortet sein wird. Dann ist die Wahl des Zweiten Bürgermeisters bei der Konstituierenden Sitzung im Haus des Gastes gelaufen. Eines steht schon jetzt fest: Es wird eine Kampfabstimmung geben.

Florian Holzer (37), der bei der Gemeinderatswahl am 15. März zum ungekrönten Stimmenkönig (1175) avancierte, geht für die von sechs auf vier Mandatsträger geschrumpfte CSU ins Rennen. „Der ideale Kandidat“, schwärmt Fraktionssprecher Bernhard Neuner junior. „Mir geht’s um die Sache“, meint wiederum Hoffnungsträger Holzer. „Wir sollten im Gemeinderat als Einheit auftreten, und ich möchte dazu Brücken schlagen.“

Idealismus ist das eine, politischer Pragmatismus das andere. Der Wählerverein, der mit Eiter nicht nur erstmals den Bürgermeister stellt, sondern zugleich über 7 von 13 Stimmen im Gemeinderat verfügt, will den Vize-Posten nicht hergeben. „Wir stellen auch einen“, kündigt Karlheinz Schwaiger (982 Stimmen) an. Ob er selbst wieder in den Ring steigt, lässt der „Wegmacher“ offen. Die vergangenen zwölf Jahre fungierte Schwaiger (50) unter CSU-Bürgermeister Hansjörg Zahler als dessen Vize. In diesem Zusammenhang erinnert CSU-Sprecher Bernhard Neuner daran, dass man 2008 dem Wählerverein generös den Stellvertreter-Posten überlassen hatte, obwohl seine Partei ähnlich wie jetzt Schwaiger und Co. über die absolute Mehrheit verfügte. Allerhöchste Zeit sich zu revanchieren, findet der „Posthalter“. „Das wäre eine kollegiale Geschichte.“ Im Brustton des ehemals kraftstrotzenden Christsozialen fügt Neuner schnell hinzu: „Aber wir betteln nicht.“

Schwaiger lassen diese Überlegungen scheinbar kalt. Die CSU solle mal überlegen, wem sie es zu verdanken habe, warum ihr Kandidat Hansjörg Zahler 2002 zum Stellvertreter des damaligen Rathauschefs Georg Jennewein (Junge Mitarbeiter) gekürt worden sei. Richtig: Unter anderem die zwei Stimmen des Wählervereins gaben den Ausschlag – einer der beiden war übrigens Karlheinz Schwaiger.

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