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Wird er Bürgermeisterkandidat? Hans Zahler

Bürgermeisterwahl

Der Königsmacher von Wallgau

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Möglicherweise geht mit Hans Zahler ein weiterer Kandidat ins Bürgermeister-Rennen. Die Entscheidung fällt am kommenden Donnerstag.

Wallgau – Hans Baur ist ein listiger Fuchs. Wer den gewieften Advokaten unterschätzt, der hat schon verloren. Dennoch haben ihn und die vor knapp 50 Jahren gegründete Wallgauer Gruppierung Junge Mitarbeiter nicht wenige abgeschrieben – vor allem als der bisherige Mitstreiter und Gemeinderatskollege Thomas Neuner zur CSU konvertierte. Doch Baur, der nimmermüde Strippenzieher, lässt nun die Totenglöckchen verstummen. „Ich bekomme eine Liste zusammen“, teilt der Rechtsanwalt mit. Mehr noch: Auf der Tagesordnung zur Aufstellungsversammlung am kommenden Donnerstag findet sich auch der Punkt „Wahl des Bürgermeisterkandidaten“.

Tatsächlich verdichten sich die Anzeichen, dass in Wallgau zwei Aspiranten ins Rennen gehen. Der eine, Bastian Eiter vom Wählerverein, ist von seiner Gruppierung schon längst auf den Schild bugsiert worden. Der andere, Kämmerer Hans Zahler, ziert sich noch knapp zwei Wochen vor Ende der Meldefrist. Auf seine Ambitionen befragt, antwortet der 57-Jährige in gewohnter Manier: „Kein Kommentar.“

Immerhin bestätigt der Gemeindebedienstete, dass er sich in sechs Tagen den Jungen Mitarbeitern im Gasthof Isartal vorstellen werde. Die meisten von ihnen kennen den scharfzüngigen „Johnny Cash“, wie er ob seines Berufes liebevoll von den Wallgauern genannt wird, ohnehin. Ob als Chef des Johannivereins, als Theaterer, beim Golfclub oder als Maschkera – der „Zahli“ ist bekannt wie ein bunter Hund – und gefürchtet. Denn geht’s ans Eingemachte, wirft Zahler diplomatische Vorsätze gelegentlich über Bord. Als leutseliger Monarch machte der umworbene Kämmerer schon mal eine gute Figur. Gut möglich, dass ihn Hans Baur am 16. Januar ein weiteres Mal zum König machen wird. „Der Fachmann an die Spitze“, meint der Gemeinderat, der vor sechs Jahren bekanntlich wesentlichen Anteil hatte, dass mit Anton Speer erstmals ein Mann von den Freien Wählern zum Landrat gewählt wurde. Auch 2014 arbeitete Baur im Hintergrund mit Zielstrebigkeit auf den Erfolg hin. Doch ob der von ihm umworbene Zahler tatsächlich Ja sagt, weiß auch die Speerspitze der Jungen Mitarbeiter nicht.

Was er allerdings im Vorfeld der Aufstellungsversammlung seiner Liste bestätigen kann: Zwölf Kandidaten hat er zusammengebracht – wenn’s gut läuft. Das sind immerhin vier mehr als 2014. Einer davon soll Maxhüttenwirt Hans Krüner sein, der bereits von 2008 bis 2014 für die inzwischen aufgelösten Freien Wähler im Gemeinderat saß. Frauentechnisch sieht’s dagegen nicht rosig aus. Aber die Jungen Mitarbeiter waren ja schon immer – seit 1972 – eine Männerdomäne.

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