Attraktion im Kurpark Wallgau: die Kneipp-Anlage mit drei Becken und einem Brunnen.
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Attraktion im Wallgauer Kurpark: Zwar befindet sich aktuell kein Wasser in den Tretbecken, doch diese Einheimische macht sozusagen Trockenübungen.

Anlage im Kurpark wird saniert

Pfarrer Kneipp sei Dank: Wallgau springt auf Förderzug

  • vonChristof Schnürer
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Zum 200. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp zeigt sich der Freistaat spendabel. Die Landesregierung bewilligt Fördergelder zur Sanierung von Tretbecken. Wallgau macht mit.

Wallgau – Mit seinen Wasserkuren, die bis heute Anwendung finden, hat sich Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) unsterblich gemacht. Gerade in den Tourismusgemeinden locken unzählige nach ihm benannte Becken Einheimische und Gäste zum Wassertreten ein. Auch im Wallgauer Kurpark können sich Erholungssuchende dieses kühle Vergnügen gönnen. Allerdings nagt an der dortigen Anlage mittlerweile der Zahn der Zeit.

Doch wie gut, dass es den berühmten Kurpfarrer aus Bad Wörishofen gegeben hat. Anlässlich seines 200. Geburtstags legt das bayerische Wirtschaftsministerium für 2021 ein Sonderförderprogramm auf. Damit soll die Sanierung von Kneippbecken bei einem Höchstsatz von 25 000 Euro mit maximal 90 Prozent bezuschusst werden. Als Bürgermeister Bastian Eiter (Wählerverein) davon Wind bekam, informierte er umgehend den Gemeinderat. Zumal die entsprechenden Anträge bis spätestens Ende dieses Monats eingereicht werden müssen.

Unabhängig davon: „Unsere Anlage gehört einfach saniert“, verdeutlichte Eiter eingangs der Diskussion. In der Tat sind die drei Tretbecken samt Handlauf und der Brunnen optisch schon lange kein Leckerbissen mehr. „Wir haben die Anlage dort auch immer nur notdürftig hergerichtet“, räumt KarlHeinz Schwaiger (Wählerverein) ein. Eine kosmetische Operation sei „längst überfällig“ ergänzte Zweiter Bürgermeister Bernhard Wilde (Wählerverein).

Da kommt das Förderprogramm gerade rechtzeitig. „Wir sollten da auf alle Fälle mitmachen“, sprach Florian Holzer (CSU) sicherlich auch für alle anderen Amtskollegen. Das einhellige Votum (11:0) verwundert daher nicht. Wallgau stellt demnach einen Antrag auf eine Finanzspritze bis zum Höchstsatz von 25 000 Euro. Demnächst soll sich ein Kneipp-Fachmann die Anlage anschauen und daraufhin seine Expertise abgeben.  

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