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Kein schöner Anblick: Am Wanderparkplatz am Isarsteg in Wallgau lagert die Gemeinde derzeit Sträucher. 

Camper können bei gewerblichen Anbietern parken

Wallgau: Wohnmobile sollen weichen

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Der Wanderparkplatz am Wallgauer Isarsteg soll umziehen. Auf die andere Seite der Straße. Für Wohnmobile steht er dann nicht mehr zur Verfügung.

Wallgau – Er ist ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflügler. Sie stellen ihr Auto am Wanderparkplatz am Isarsteg in Wallgau ab und machen sich auf in die Natur. Doch die wartet derzeit schon auf der Abstellfläche auf die Besucher. Sträucher liegen aufgetürmt herum, die dort nicht hingehören. Alles andere als eine einladende Begrüßung. „Das schaut blöd aus“, räumt Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) ein. Es handelt sich allerdings nur um eine Momentaufnahme, versichert er. Das Buschwerk wird dort von der Gemeinde zwischengelagert, soll aber zeitnah verschwinden.

Am Isarsteg liegen derzeit zwei Sachverhalte vor. Zum einen rekultiviert der Forst dort die Weideflächen. Der Kiesboden wird mit Humus aufgefüllt, um den Bereich dauerhaft zu begrünen. Arbeiten, die heuer voraussichtlich zu Ende gehen, prognostiziert der Rathauschef. Außerdem möchte die Kommune den Wanderparkplatz künftig linksseitig der Straße aufbauen. Allerdings mit einer neuen Einschränkung: Er soll dann nicht mehr für Wohnmobile zur Verfügung stehen.

Dabei übte die Fläche am Isarsteg so etwas wie eine magische Anziehungskraft auf die Besitzer der Fahrzeuge aus. 20 bis 30 Wohnmobile konnten die Caravanfreunde auf der rund 3000 Quadratmeter großen Fläche parken. Damals nutzten sie das Areal sogar als Übernachtungsmöglichkeit. Kein Wunder. Schließlich mussten sie zwischen 18 und 8 Uhr keinen Cent aufbringen. Dem schob die Gemeinde einen Riegel vor. Seit dem 1. Januar 2011 wird am Isarsteg rund um die Uhr abkassiert. Trotzdem blieb es ein Eldorado für Schnäppchenjäger. Gerade einmal vier Euro müssen die Wohnmobil-Besitzer für eine Tageskarte berappen. Damit kommen kostengünstig davon, findet Bürgermeister Zahler. Zumal es nicht einmal eine Raumbegrenzung gebe.

Künftig müssen sich die Betroffenen umorientieren. Die Wohnmobile auf dem Parkplatz am Isarsteg sollen weichen. Große Probleme sieht Rathauschef Zahler mit diesen Plänen nicht. Weil sie trotzdem nicht sprichwörtlich auf der Straße stehen müssen. „Es gibt gewerbliche Anbieter“, betont er. Damit bringt Zahler zum Beispiel den Alpen-Caravanpark Tennsee in Krün oder den Naturcampingpark Isarhorn in Mittenwald ins Spiel. Auch wenn die Gäste dort tiefer in die Tasche greifen müssen.

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