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Leitet das Ensemble: Hans Zahler.

Knatsch hinter den Kulissen?

Wallgauer Theaterer bringen nichts auf die Bühne

In Wallgau bleibt die Bühne leer – zumindest was Inszenierungen des heimischen Ensembles betrifft. Mit Gastauftritten sollen Urlauber bei Laune gehalten werden.

Wallgau – Manch Einheimischer frozzelt schon mal gerne: „Bei uns in Wallgau braucht’s koa Bauerntheater, mia hom an Gmoarat!“ Doch ab und an wäre leichte Kost auf der Bühne im Haus des Gastes schon schön – gerade in der Sommersaison mit den vielen Urlaubern im Ort, denken einige Vermieter.

Zu deren Leidwesen wird es in dieser Saison keine Inszenierung der hiesigen Theatergruppe geben. Über die Gründe darf spekuliert werden. „Ich möchte nichts dazu sagen“, meint der langjährige Ensemblechef und Ideengeber Hans Zahler. Und überhaupt: „Es ist ja nicht das erste Mal.“ Mehr gibt es von ihm in dieser Angelegenheit nicht zu hören.

„Wir haben Alternativen“

Also während in den Nachbarorten Mittenwald und Krün die „Lügenglocke“ läutet oder „Deifi Sparifankerl“ eine vielbeklatschte Premiere feiert, bleibt in Wallgau die Bühne leer – nicht ganz. „Wir haben Alternativen“, betont Petra Schandl von der Tourist-Info. So war bereits die Tegernseer Ludwig-Thoma-Bühne zu Gast. Anfang September kommt das Bauerntheater Walchensee. Ein Ersatz für die Schauspielgruppe des Wallgauer Trachtenvereins sind sie natürlich nur bedingt. Trotzdem kann Bürgermeister Hansjörg Zahler die Pause verstehen. „Die ist mehr als nachvollziehbar bei dem großen zeitlichen Engagement.“ Ins gleiche Horn stößt Ensemble-Mitglied Regina Sprenger. „Das war der Wahnsinn.“ Damit zielt sie auf den Aufwand bei der „Gespenstermacher“ 2016 ab. 

Zu einem Knatsch hinter den Kulissen kann Sprenger nichts sagen. „Ich weiß nichts.“ Allerdings will sie davon gehört haben, dass womöglich eine andere Theatergruppe im Entstehen ist. „Das steht im Raum.“ In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Name von Max Zahler. Doch der jüngere Bruder des Bürgermeisters war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Schön wär’s ja, wenn sich auf der Bühne wieder was rührt. Denn nur Polit-Theater kann auf Dauer keine Lösung sein.

Christof Schnürer

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