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Haben das Angebot ausgehandelt: (v.l.) Hansjörg Zahler, Günther Hornsteiner, Karlheinz Schweiger und Hans Baur.

Reaktion auf Schließung von REWE

Wallgaus kostenloser Supermarkt-Service

Es ist ein Test: In Wallgau gibt es ab sofort einen Shuttle-Service, der Einheimische und Gäste kostenlos zu den Einkaufsmärkten nach Krün fährt.

Wallgau – Immer öfter waren sie in den vergangenen Wochen am Fußweg zwischen Wallgau und Krün zu sehen – ältere Menschen, die einen Einkaufstrolly hinter sich herzogen. Sie nehmen die Strecke nicht aus Freude am Spazieren auf sich. Nein. Die Wallgauer müssen seit der Schließung von Rewe Anfang Dezember längere Wege in den Nachbarort auf sich nehmen, um elementare Besorgungen zu erledigen. Für Senioren, vor allem ohne Fahrzeug, alles andere als eine optimale Situation. Jetzt wird Abhilfe geschaffen.

Tagelang grübelte Hans Baur, Seniorenbeauftragter und Gemeinderat, wie man diesen Zustand erleichtern könnte. Mit seinem Vorschlag im Kommunalparlament, versuchsweise mit einem Shuttle-Service Einkäufe für die Betroffenen besser zu ermöglichen, rannte er offene Türen ein. Konstruktive Gespräche der beiden Bürgermeister Hansjörg Zahler und Karlheinz Schweiger sowie Baur mit dem örtlichen Busunternehmer Günther Hornsteiner führten dazu, dass für eine Probephase bis 29. Januar 2018 zweimal wöchentlich, jeweils um 10 und 17 Uhr, ein kostenloser Bustransfer von Wallgau nach Krün zu den Geschäften Edeka, Aldi und Lidl angeboten wird. Der Rücktransport erfolgt jeweils eine Stunde später in umgekehrter Reihenfolge. Dabei sind vorerst Einheimische und Gäste gleichgestellt. „In der Testphase soll der Bedarf abgeschätzt und danach entschieden werden, ob der Service beibehalten oder wieder eingestellt wird“, sagt Baur. „Kostenlos wird er nicht fortgeführt werden können.“ Falls längerfristig Bedarf besteht, will er versuchen, Sponsoren zu gewinnen. Mögliche Geldgeber schweben dem Seniorenbeauftragten schon vor. „Vielleicht zeigen die angefahrenen Geschäfte Interesse, diesen Service finanziell zu unterstützen.“ 

Leonhard Habersetzer

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