Wallgaus Wohnzimmer: Der Dorfplatz soll nicht nur bei Großveranstaltungen wie dem Bezirksmusikfest oder der 1250-Jahr-Feier belebt werden. Er steht im Mittelpunkt der Ideen zur Dorferneuerung. foto: Tom/Archiv

Wallgau startet Schönheits-Offensive

Wallgau - Jetzt wird’s konkret: Nach eineinhalb Jahren Planung soll Wallgau nun endlich schöner werden. Die ersten Projekte zur Dorferneuerung stehen kurz vor dem Start.

Baustellen gibt es einige in Wallgau. Das haben die zehn Gemeinderäte und Bürger, die sich in der Teilnehmer-Gemeinschaft (TG) für die Dorferneuerung engagieren, in den vergangenen eineinhalb Jahren festgestellt.

Straßen in schlechtem Zustand, fehlende Versorgung im Zentrum und nicht zuletzt das Sorgenkind Nummer eins: der Dorfplatz. Der Handlungsbedarf ist groß. Bald könnten weitere Baustellen hinzukommen. Aber solche, die Probleme beheben. Sie sollen einige Schwachstellen im Ort ausbessern - und den Startschuss zur sichtbaren Dorferneuerung geben. Jetzt geht’s nämlich nach vielen Planungen und Gesprächen in die sogenannte Projektphase. Die ersten 18 600 Euro hat der Gemeinderat dafür freigegeben.

Doch auch die Umsetzung startet mit Theorie. Landschaftsarchitekt Stefan Goller aus Uffing stellte sich am Donnerstag den Gemeinderäten in der Sitzung vor. Er soll nach Wunsch der TG die ersten Maßnahmen planen und ihre Kosten schätzen. Wallgau startet mit kleinen Schritten, „aber es ist wichtig, dass wir jetzt loslegen“, appellierte Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) ans Gremium.

So soll der Anstieg „Hölle“ vom Dorfplatz hinauf zur Sonnleiten ausgebessert werden. Die enge, steile Verbindung wird vor allem im Winter zum Problem, wenn die Straße rutschig ist. Auch Gegenverkehr führt zu gefährlichen Situationen. Damit sich Fußgänger sicherer fühlen, soll ein Gehsteig errichtet werden.

Bagger rücken auch zur Ortsdurchfahrt an. Das Staatliche Bauamt hat sich für Zahler „wider Erwarten schon für 2014“ entschieden, die Straße zu sanieren. Das wollen die Wallgauer für sich nutzen: Künftig sollen die Autos nicht nur durchs Dorf fahren, sondern aussteigen und verweilen. Das geht aber nur, wenn die Straße „optisch verschmälert wird, die Leute langsamer fahren und auf unser Zentrum aufmerksam werden“, unterstrich der Bürgermeister. Bis zu 12 000 Pkw kommen laut Statistik täglich dort vorbei.

Am Dorfplatz geht’s ebenso los mit der Verschönerung. Zunächst sollen Kurzzeit-Parkflächen entstehen. Doch auch das große Ganze haben die Wallgauer immer im Blick. Nach Wunsch der Beteiligten wird er ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste - mit Dorfladen, der regionale Produkte anbietet, verschiedene Verkaufsflächen für kleine Anbieter und einem Bistro. Auch ein Jugendraum und eine Tagesbetreuung für Senioren gehören zu den Anregungen. Letzteres bezeichnete Zahler als „äußerst interessante Idee“. Die passende Immobilie besitzt die Gemeinde mit dem Kirchenböbl bereits. nine

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