Hammer-Urteil im Diesel-Skandal gegen VW: BGH-Entscheidung ist gefallen

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Nur eine Ruine ist vom ehemaligen Sägewerk geblieben. Monika Neuner, ihr Mann Josef und Sohn Luis (18) sind vor allem froh, dass niemandem etwas passiert ist. Islandpony Waltur hat den Brand gelassen beobachtet.

Viele offene Fragen

Ursachenforschung nach Brand in altem Sägewerk

Wallgau - Der Großeinsatz am ehemaligen Sägewerk in Wallgau ist beendet. Zurückgeblieben ist eine Ruine. Und für den Eigentümer Dr. Josef Neuner eine Vielzahl offener Fragen.

Seelenruhig sind die zwei Islandponys durch die 100 Feuerwehrmänner getrottet. Meterhohe Flammen, ein Großbrand auf etwa 500 Quadratmetern, eine über hundert Meter hohe Rauchsäule: Das hat sie nicht interessiert. Dr. Josef Neuner muss lachen, wenn er an das Bild denkt: „Das eine Pony hat halt schon einen Vulkanausbruch erlebt – da bringt es so ein Brand nicht aus der Ruhe.“

Bilder: Feuer im Sägewerk Wallgau

Bilder: Feuer im Sägewerk Wallgau

Der Wallgauer steht vor einem Schlachtfeld. Vor einem Gerippe aus Balken, wo bis Donnerstag Stallungen, Reithalle und eine große Werkstatt untergebracht war. Jetzt ist alles verkohlt, schwarz, zerstört – und Neuner lacht. „Was soll ich machen?“, fragt er. „Da muss ich durch.“ Und mit Humor geht es ein wenig leichter. Dabei ist der finanzielle Schaden enorm: Die Polizei beziffert ihn auf 100 000 Euro – Neuner wird darauf sitzen bleiben. „Das Gebäude war nicht versichert.“

Dennoch: Der Wallgauer bleibt gefasst. Nüchtern erzählt der langjährige Gemeinderat, was er verloren hat. Kurz gesagt: Es ist nichts übrig geblieben vom ehemaligen Sägewerk.

Was er wie und wo wieder aufbaut, werde er mit der Familie besprechen. Erst einmal steht eine Bestandsaufnahme an, und der endgültige Abriss des einsturzgefährdeten Gebäudes muss organisiert werden. „Alles ist so glimpflich ausgegangen, da darf jetzt nichts mehr passieren.“

Bis Donnerstagvormittag liefen die Nachlöscharbeiten, am Freitag haben die letzten Ermittler das Gelände verlassen. Zur Brandursache macht die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen keine näheren Angaben. Am wahrscheinlichsten sei ein elektrischer Defekt, sagt Neuner. Brandstiftung hält er dagegen für „ziemlich ausgeschlossen“.

Katharina Bromberger

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