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Wenig einladend sieht der Weiher derzeit aus. 

Projekt in die Haushaltsberatungen aufnehmen - oder nicht?

Weiher an der Sonnleiten braucht Schönheitskur

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Wallgau - Nicht mehr recht ansehnlich: Der Weiher an der Sonnleiten soll verschönert werden. Genau Pläne gibt's noch nicht. 

Ihren Ort attraktiver zu gestalten, das liegt den Wallgauern am Herzen. Dafür wollen sie an vielen Stellen anpacken, zum Beispiel am Dorfplatz im Herzen der Kommune. Jetzt beschäftigte sich der Gemeinderat aber mit einer kleineren „Baustelle“ – mit dem Weiher an der Sonnleiten. Schon öfter in der Vergangenheit stand dessen Zukunft zur Diskussion. Genaue Pläne, wie die End-Version davon aussehen soll, liegen noch nicht vor. Doch der erste Schritt ist gemacht.

Dass seine aktuelle Erscheinung nicht passt, darüber waren sich die Räte schnell einig. „In der jetzigen Verfassung trägt er nicht zur Verschönerung des Ortsbildes bei“, monierte Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU). Der Fußweg zwischen der Raiffeisenbank und dem katholischen Pfarramt wurde zwar mittlerweile erneuert, das reicht aber noch nicht. Der Weiher an sich soll sich in einem anderen Licht, einem schöneren, präsentieren.

Doch das Vorhaben, das kleine Wasser-Idyll im Zuge des Dorfentwicklungs-Projekts umzusetzen, scheint geplatzt zu sein. Der Rathauschef hat sich im Vorfeld der Sitzung schlau gemacht. „Dafür ist das Projekt zu klein“, berichtete er, „und es passt nicht in die Förderrichtlinien.“ Möglich wäre nur, es an ein größeres dranzuhängen. Trotz der ersten Absage will er dieses Thema in der Sitzung der Teilnehmergesellschaft der Dorferneuerung am heutigen Dienstag (19 Uhr, Rathaus) vorbringen. Vorerst lautet das Motto jedoch „Selbst ist der Mann“, also die Gemeinde. Zahler sieht darin auch kein Problem, weil sich die Kosten in Grenzen halten. Mit etwa 7000 Euro kalkuliert er. Die Geldfrage beschäftigt ihn trotzdem vorrangig. „Es geht jetzt noch nicht um die Detailplanung, sondern darum, ob wir das Projekt in die Haushaltsberatungen aufnehmen sollen.“ Widerworte seiner Räte blieben aus.

Mehr Einwände wurden angesichts der ersten Skizzen, vor allem bei der Tiefe des Weihers laut. Hans Baur (Junge Mitarbeiter) gab zu bedenken, dass Sicherheit für Kinder gewährleistet sein muss. Schon allein aus Gründen der Haftbarkeit. Zahler hingegen macht sie keine Sorgen. Denn es handle sich nur um 70 Zentimeter. Als größeres Problem betrachtet er die Bepflanzung. „Die zu pflegen, ist ein erheblicher Aufwand“, stellte er klar. Aber ganz darauf zu verzichten, steht auch nicht zur Debatte. „Der Weiher muss einfach pflegeleicht gestaltet werden.“ Wie genau, damit setzt sich das Gremium zu einem späteren Zeitpunkt intensiver auseinander.

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