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Energie aus Wasserkraft: Für Großweils Bürgermeister Manfred Sporer ist das eine Herzensangelegenheit. 

Bürgermeister Sporer hofft auf positives Ergebnis

Wasserkraftwerk Großweil: Gerichtstermin steht

Großweil - Bei dem Pilotprojekt an der Loisach tut sich etwas: Die Klage des Bund Naturschutz und des Landesfischereiverbands wird Anfang Februar verhandelt. 

Es tut sich etwas in puncto Wasserkraftwerk, das mehrere Partner an der Loisach in Großweil planen. Anfang Februar will das Verwaltungsgericht Münchendie Klage des Bund Naturschutz und des Landesfischereiverbands (LFV) verhandeln.

Rückblende: Die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen, die Gemeinde Großweil und das Kraftwerk Farchant haben das Projekt über Jahre vorangetrieben. Vor einem Jahr konnte Landrat Anton Speer (Freie Wähler) dann den Genehmigungsbescheid übergeben. Dabei zollte er den Antragstellern „Respekt“. „Das Projekt ist ein entscheidender Schritt bei der Umsetzung der Energiewende im Landkreis.“

Doch erwartungsgemäß reichten derBund Naturschutz und der LFV Klage gegen das Vorhaben ein, dessen Kosten auf 3,5 Millionen Euro geschätzt werden. Das war vor einem Jahr. Nun sind die Vorbereitungen so weit abgeschlossen. Wie aus Kreisen der Prozessbeteiligten durchsickerte, geht am Montag, 1. Februar, ein nicht öffentlicher Erörterungstermin über die Bühne. Bei dieser Gelegenheit können die Parteien Sachfragen klären und sich auch einigen. Dies ist im vorliegenden Fall nicht zu erwarten. Für Freitag, 5. Februar, ist dann die mündliche Verhandlung geplant, die öffentlich sein wird.

Johannes Schnell, Leiter des Referats Fischerei, Gewässer und Naturschutz im LFV, sagt, er gehe „mit einem optimistischen Gefühl“ in die Verhandlung. „Wir sind gut vorbereitet.“ Es gebe keine hinreichenden Belege, dass das geplante Schachtkraftwerk „serienreif für die Praxis ist“.

Befürchtungen: Klein- und Jungfische durch Triebwerk gefährdet

Die Einwände der Fischerei sind bekannt: Zwar hält Schnell das Pilotprojekt der Technischen Universität München (TU) für vielversprechend. Warum das Vorhaben in einem derart hochwertigen Gewässer wie der Loisach zum ersten Mal zum Einsatz kommen soll, kann er allerdings nicht nachvollziehen. „Das ist verfrüht“, betont er sich. Der LFV habe vorgeschlagen, das Ganze an einem weniger sensiblen Standort wie etwa im Bereich bestehender Kanäle zu prüfen. Seitens der Antragsteller und der bayerischen Staatsregierung sei jedoch darauf verzichtet worden. Der Verband fürchtet, dass es vor allem bei Klein- und Jungfischen – viele sind als bedrohte Arten besonders geschützt – zu massiven Schäden durch das Triebwerk käme.

Die Antragsteller hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass die Population der Fische – insbesondere die bedrohte Mühlkoppe bereitet den Naturschützern Sorgen – nicht gefährdet sei. Auch der befürchtete Schaden für die Natur bleibe aus. In Obernach lief ein Modellversuch. Er belegte, dass verschiedene Fische unterschiedlicher Größe den Bau in der Regel unbeschadet passieren. „Das Risiko ist minimal“, betonte Professor Peter Rutschmann, Inhaber des Lehrstuhls für Wasserbau und Wasserwirtschaft der TU bei einem Termin im vergangenen April. Das war bei der Entwicklung der Anlage auch das Ziel. „Schließlich wollen wir keine Fische mit den Turbinen schreddern.“

Nicht nur die Kläger blicken dem Gerichtstermin optimistisch entgegen. Das ist auch bei Großweils Bürgermeister Manfred Sporer der Fall. „Ich habe die große Hoffnung, dass ein positives Ergebnis herauskommt.“

Roland Lory

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